Beirat hat im Hotel „Zur Wasserburg“ getagt / Integrativer Chor „Töne Soanders“ konzertiert in der Zufluchtskirche

Drei Stellflächen für Behinderte auf dem Friedhofsparkplatz

Zurück und nach vorn hat der Samtgemeinde-Behindertenbeirat im Beisein von Ehrengästen geblickt. Von links: die Kreisbehindertenbeauftragte Rita Rockel, Vorstandsmitglied Carola Grohe, der Beiratsvorsitzende Reiner Lüllmann, Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sowie Christiana Dölemeyer, Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung beim Landkreis Oldenburg. Foto: Beirat

Harpstedt – Christiana Dölemeyer, Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung beim Landkreis Oldenburg, und die Kreisbehindertenbeauftragte Rita Rockel zählten dieser Tage zu den Ehrengästen während der Mitgliederversammlung des Behindertenbeirates der Samtgemeinde Harpstedt im Hotel „Zur Wasserburg“. Ebenso Amtshof-Chef Herwig Wöbse. Der Samtgemeindebürgermeister bedankte sich beim Beirat für dessen Engagement. In seinem Grußwort erwähnte er den Albertushof in Groß Ippener. Dieses Wohnheim mit Tagesförderung bestehe schon seit Jahrzehnten in der Samtgemeinde. Mit dem Neubau der Diakonie Himmelsthür an der Mullstraße in Harpstedt sei 2019 eine neue Einrichtung hinzugekommen. Die Bewohner dort hätten sich gut eingelebt, beschrieb Wöbse seinen Eindruck.

Rita Rockel dankte dem integrativen Chor „Töne Soanders“ für seine musikalische Mitwirkung anlässlich der Inklusionspreisverleihung im Kreishaus in Wildeshausen. Die Beiträge der sangesfreudigen Männer und Frauen seien bei den Teilnehmern sehr gut angekommen. Wie die Kreisbehindertenbeauftragte außerdem verriet, würde sie gern im Zuge einer Umfrage herausfinden, wie barrierefrei der Landkreis Oldenburg sei. Obendrein unterstrich die die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit mit Menschen mit Handicap. Dass die Samtgemeinde schon seit vielen Jahren einen Behindertenbeirat habe, sei zu begrüßen.

In der Anfangszeit hatte das Gremium mit Anträgen auch politisch Einfluss genommen. Dann allerdings lagen die Bemühungen im Interesse von Menschen mit Handicap lange auf Eis. Seit sich der Beirat mit neuem Vorstand ganz neu aufgestellt hat, deutet sich eine Kehrtwende an.

Die integrative Kochgruppe, die in Harpstedt viel Zulauf erfährt, ist ein Beispiel dafür. Sie könne nun in der Delmeschulküche kochen und habe dort mehr Platz als vormals in der Begegnungsstätte an der Amtsfreiheit/Ecke Tielingskamp zur Verfügung, sagte der Beiratsvorsitzende Reiner Lüllmann. In diesem Zusammenhang gebühre Herwig Wöbse Dank für seine Unterstützung.

Lüllmann freute sich auch über drei auf Anregung des Beirates auf dem Harpstedter Friedhofsparkplatz entstandene Stellflächen für Behinderte. Er wies zudem auf das Frühlingskonzert des Chors „Töne Soanders“ hin, das für den 25. April in der Zufluchtskirche in Dünsen geplant sei.

Es sei wichtig, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen, betonte derweil Michael Wolf aus dem Großenkneter Behindertenbeirat, der neben Michael Grashorn (Kreisbehindertenrat) zu den weiteren Gästen zählte.

Christiana Dölemeyer streifte das Bundesteilhabegesetz, das dazu beitragen solle, rund zehn Millionen Menschen in Deutschland aus dem Fürsorgesystem der Sozialhilfe herauszulösen. Es ziele auch darauf, dass Menschen mit Behinderungen Aussistenzleistungen zur selbstbestimmten und eigenständigen Bewältigung ihres Alltags einschließlich der Tagesstruktur wählen könnten. Im Kreishaus gebe es vier Mitarbeitende, die über die verschiedenen Möglichkeiten beraten. Dort stehe außerdem umfangreiches Informationsmaterial, auch in leicht verständlicher Sprache, zur Verfügung.

Dölemeyer ermutigte die Betroffenen, die Angebote des Landkreises in Anspruch zu nehmen.  boh

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