Dieter Hahn: Baustellenbetrieb auf K286 kommt deshalb aber nicht zum Erliegen

PAK-belastetes Material muss ausgekoffert werden

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Für die Herstellung der Parkbuchten verwendet die Baufirma ehemaliges Kleinpflaster aus der Burgstraße.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Erdreich imalten Straßenkörper der Nordstraße (K286) in Harpstedt sei „belastet“; daher ruhten dort aktuell die Erdarbeiten – einem entsprechenden Hinweis eines Lesers ist die Kreiszeitung gestern nachgegangen. Ergebnis: Dass es im Zuge derStraßenbaumaßnahme zu einer geringfügigen zeitlichen Verzögerung kommt, lässt sich nicht ausschließen.

In der Makadam-Schicht im Bereich des Durchlasses seien in der vergangenen Woche teerhaltige – mit polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastete – Materialien festgestellt worden, bestätigte Dieter Hahn, Leiter des Amtes für Bodenschutz und Abfallwirtschaft des Landkreises Oldenburg, auf Nachfrage. Deswegen ruhe aber keineswegs der Baustellenbetrieb. „Auf der K286 wird nach wie vor gearbeitet“, betonte Hahn. Das PAK-belastete Material müsse ausgekoffert und fachgerecht entsorgt werden. Das erfordere einen „gewissen Zeitaufwand“. „Dadurch verlieren wir höchstens einen Tag“, zeigte sich der Polier der Baufirma Würdemann optimistisch. Wesentlich mehr hält die Arbeiter aktuell das Pflastern der Parkbuchten an der Nordstraße auf. Dafür verwenden sie ehemaliges Naturstein-Kleinpflaster aus der Burgstraße, das bei der Straßenmeisterei in Wildeshausen zwischengelagert worden war. Recht gute Fortschritte macht unterdessen die Herstellung des – auch für Radfahrer nutzbaren – Fußweges auf der Ostseite der K286. Der Abschnitt von der Einmündung in die Burgstraße bis zum Steinbach ist bereits gepflastert.

Zurück zu den PAK-belasteten Baustoffen: Die fänden sich nicht selten in alten Straßenkörpern, denn vor Jahrzehnten sei das Verbauen solcher Materialien durchaus üblich gewesen, so Dieter Hahn. „Heute ist das allerdings nicht mehr zulässig.“

Von Anlieger-Beschwerden, wonach es die eine oder andere Panne während des Baubetriebs auf der Mull- und Nordstraße gegeben haben soll, weiß der Amtsleiter nichts. „Bei uns ist zumindest nichts Negatives angekommen. Wir sind insgesamt hochzufrieden mit dem Verlauf“, sagte er gegenüber dieser Zeitung. „Jede Woche beginnt am Mittwoch um 9 Uhr eine Baubesprechung im örtlichen Baubüro. Wir haben dieses Angebot extra für die Anwohner geschaffen, damit sie Fragen, Hinweise, Anregungen und Kritik vorbringen können. Wir können nur an die Betroffenen appellieren, die Besprechungen wahrzunehmen“, so Dieter Hahn.

Zuletzt hatte es aus der Kreisverwaltung geheißen, dass angestrebt werde, die Straßenausbaumaßnahme Mull-/Nordstraße bis Oktober zum Abschluss zu bringen. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, vermag Dieter Hahn aktuell nicht einzuschätzen. Genaueres darüber lasse sich sicher nach Ende des Sommers sagen.

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