Einradsport: Maike Bovensiepen und Mira Constabel sind für Grenoble gesetzt

Die Vorfreude auf die WM bleibt

Maike Bovensiepen und Mira Constabel (v.l.) vom Unicycle-Team Harpstedt hatten sich unbändig auf die Weltmeisterschaft in Grenoble gefreut. Dann aber kam die coronabedingte Absage. Die Teilnahmechance bleibt: Wenn die WM planmäßig 2021 nachgeholt wird, wollen die beiden Mädels in der Klasse U 13 mitmischen.
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Maike Bovensiepen und Mira Constabel (v.l.) vom Unicycle-Team Harpstedt hatten sich unbändig auf die Weltmeisterschaft in Grenoble gefreut. Dann aber kam die coronabedingte Absage. Die Teilnahmechance bleibt: Wenn die WM planmäßig 2021 nachgeholt wird, wollen die beiden Mädels in der Klasse U 13 mitmischen.

Harpstedt – Nahezu 70 aktiven Einradfahrerinnen bietet das Unicycle-Team Harpstedt eine sportliche Heimat. Sogar Lenia Döpke (5), das Nesthäkchen, sitzt schon erstaunlich sicher im Sattel. Die Felge ihres Einrads bringt es gerade mal auf zwölf Zoll Durchmesser. Am oberen Ende der Altersskala mischt Miriam Krusch mit 23 „Lenzen“ mit.

Für zwei Fahrerinnen, Maike Bovensiepen und Mira Constabel (beide 11), ist in diesem Jahr der Traum von einer Weltmeisterschaftsteilnahme im französischen Grenoble coronabedingt unvermittelt geplatzt.

Beide Mädchen sind aber weiterhin gesetzt. Die Chance, sich in einem internationalen Wettbewerberfeld zu behaupten, bleibt: Die WM soll nun 2021 – vom 27. Juli bis zum 7. August – nachgeholt werden. Nach Kenntnis der sportlichen Leiterin des Unicycle-Teams, Alexandra Allmandinger, halten Maike und Mira weiterhin an ihrem Vorhaben fest, in Grenoble mitzumischen. Dort messen sich, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt, übrigens nicht nur die „Freestyler“ (in Küren), sondern Sportler aus allen Einrad-Disziplinen. Über die beiden gesetzten Mädels hinaus stellt das Unicycle-Team keine weiteren Starterinnen. Dafür hätte es einer erfolgreichen Qualifikation bedurft. „Wir haben zwar versucht, uns zu qualifizieren, auch mit einer Kleingruppe, aber es hat nicht gereicht“, bedauert Alexandra Allmandinger. Etwaige Nachrückchancen schätzt sie eher pessimistisch ein.

Als das Unicycle-Team Harpstedt vor acht Jahren erstmals auf internationalem Parkett mitmischte und mit der damaligen Großgruppe „Wildcats“ sogar WM-Mannschaftsgold in Brixen/Südtirol holte, handelte es sich noch um eine offene Weltmeisterschaft. 2014 ging’s dann sogar per Flieger zur zweiten WM-Teilnahme – ins kanadische Montreal.

Ausgesprochen erfreulich findet die sportliche Leiterin die Annäherung der beiden deutschen Verbände. „Unser Verein gehört zum Einradverband Deutschland (EVD). Wir sind aber ,politisch neutral". Will heißen: Wir haben nichts gegen die anderen“, spielt Allmandinger auf den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) an. Bislang hätten die Verbände ihre Wettkampfprogramme komplett getrennt gefahren.

Doch das ändere sich gerade. Schon Anfang des Jahres hätten sich EVD und BDR für die WM-Qualifikation zusammengetan. „Nichts anderes als das macht Sinn“, sagt Allmandinger. Für 2021 sei nun sogar eine gemeinsame deutsche Meisterschaft angedacht.

Verständlich, aber bedauerlich findet die sportliche Leiterin des Unicycle-Teams die Absage des „Feuerwerks der Turnkunst“. Aus der erhofften Silvestergala in Hannover mit Showauftritt der Harpstedter Großgruppe „Univercycles“ wird nichts. Das Event soll nun ein Quartal später über die Bühne gehen.

Wie lange die Einradmädels ob der nach oben schnellenden Sars-CoV-2-Infektionszahlen noch trainieren können, vermag Alexandra Allmandinger nicht einzuschätzen. Im Lockdown war ein origineller Clip aus Homevideos entstanden – und mit einem Preis gewürdigt worden: „Wir dürfen bei einer Gala dabei sein und bekommen für diesen Abend das nötige Equipment für eine Einrad-Vorführung unter Schwarzlicht zur Verfügung gestellt“, verrät die sportliche Leiterin.

Von Jürgen Bohlken

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