Niebuhr fühlt sich in Waren pudelwohl

„Urlaub im eigenen Land“ (2): Die richtige Wahl – auch in Coronazeiten

Wahre Müritz-Fans: Reiner und Angela Niebuhr.
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Wahre Müritz-Fans: Reiner und Angela Niebuhr.

Harpstedt – „Von Corona haben wir nicht allzu viel gemerkt“, sagt Angela Niebuhr. Zusammen mit ihrem Mann Reiner (64) verreist die 60-Jährige schon seit 15 Jahren an die Müritz, das „kleine Meer“, das in Wirklichkeit ein See ist – und zwar der größte bundesweit, der vollständig innerhalb Deutschlands liegt. Das Harpstedter Ehepaar hat sich sozusagen auf das idyllische Waren „eingeschossen“. Hier kommen geschichtsträchtige Stätten, fast schon maritimes Flair und reizvolle Natur zusammen. Für die Niebuhrs lag es nahe, ihrem so geschätzten Urlaubsziel auch in diesem Jahr die Treue zu halten, zumal sich die Zahl der Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus in Mecklenburg-Vorpommern auf einem sehr niedrigen Niveau bewegte.

Am 7. Juni begann der einwöchige Aufenthalt in Waren. Angela Niebuhr staunte nicht schlecht über die Lockerungen, die dort bereits gegriffen hatten: „Die Stadt- und der Hafen waren voll mit Menschen. Urlauber konnten dort schon seit Pfingsten wieder unterkommen. Wir haben uns diesmal für das ,Hafendomizil’ entschieden, waren aber auch schon oft im Ratskeller einquartiert“, erzählt die Harpstedterin. Was ihr an Waren und der Müritz gefalle? „Es ist einfach wunderschön dort. Die Seenlandschaft und der Nationalpark bieten volle Pulle Natur. Man kann angeln, sieht viele Tiere – sogar Fischadler, die auf Masten von Hochspannungsleitungen nisten. Obendrein eignet sich die Gegend hervorragend zum Fahrradfahren. Bein Mann umrundet mit dem E-Bike die ganze Müritz. Das sind immerhin rund 80 Kilometer“, erzählt Angela Niebuhr.

Sie selbst könne leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mitradeln, wisse sich aber gleichwohl zu beschäftigen. „Ich bummle durch den Ort, treffe mich mit Freunden zum Eisessen oder setze mich auf den Balkon, um zu entspannen und zu lesen“, erzählt die 60-Jährige. Gleichwohl habe sie keineswegs das Gefühl, getrennt von ihrem Mann Urlaub zu machen. Sie lasse ihm eben seine Freiheiten, aber es gebe durchaus auch gemeinsame Unternehmungen.

Waren hat sich in 15 Jahren durchaus verändert. Das entging dem Ehepaar aus Harpstedt nicht.

Oft zieht es das Paar ins benachbarte Malchow. Die 15 Meter lange Drehbrücke gilt als Attraktion und Wahrzeichen der Inselstadt. Sie öffnet zu jeder vollen Stunde, um den auf der Müritz-Elde-Wasserstraße fahrenden Schiffen und Booten, insgesamt etwa 20 000 jährlich, die Durchfahrt zu gewähren.

Auch im Herbst haben sich die Eheleute aus Harpstedt schon erholsame Tage in Waren gegönnt. Das Gesicht der Stadt habe sich im Laufe der Jahre allerdings verändert, fällt Angela Niebuhr auf. „Ziemlich viele Flächen werden leider zugebaut“, bedauert sie. „Damit ist auch ein großer Teil der Warener nicht einverstanden.“

Wenn die Niebuhrs in Richtung Müritz aufbrechen, dann wohl in der Erwartung, ihr fast schon zweites Zuhause wiederzusehen. Jedenfalls haben sie mittlerweile viele gute Bekannte in Waren und lernen gleichwohl immer noch „neue Leute“ kennen. Auf dieses Urlaubsziel brachten sie einst Bekannte, „die im Sommer dort gelebt haben“, erinnert sich Angela Niebuhr.

Auch in Coronazeiten habe sich Waren als eine gute Wahl erwiesen: „Von den Beschränkungen aufgrund der Pandemie haben wir wenig gemerkt. Beeinträchtigt haben sie uns praktisch gar nicht“, fasst die Harpstedterin zusammen. Das Wetter habe im Übrigen mitgespielt: „Mit nur einem Tag Regen konnten wir gut leben.“

Unsere Zeitung möchte weitere Leserinnen und Leser zu Wort kommen lassen, die bereit sind, uns ihre Erlebnisse während eines Urlaubs im eigenen Land in Zeiten der Pandemie zu schildern. Mailen Sie einfach ein Urlaubsbild und Ihre Rufnummer an redaktion.wildeshausen@kreiszeitung.de.

Wir rufen Sie dann zurück, um ein kurzes Interview mit Ihnen zu führen.

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