„Eine Bereicherung für den Ort“

Diakonie Himmelsthür begeht Tag der offenen Baustelle in Harpstedt

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Sie feierten beim gut besuchten Tag der offenen Baustelle des neuen Wohnhauses an der Mullstraße in Harpstedt mit – von links: Thomas Gebhardt, Stefan Wachholder, Herwig Wöbse, Ulrich Stoebe, Petra Hakemann, Jörg Arendt-Uhde und Lars Stürmer sowie Marion Ellerbrock (vorn).

Harpstedt - „Wer will fleißige Handwerker seh‘n, der muss heut’ nach Harpstedt geh'n.“ Mit Gesang, Grußworten und leckerem Essen wurde am Freitagnachmittag am Rohbau eines neuen Wohnhauses der Diakonie Himmelsthür an der Mullstraße ein „Tag der offenen Baustelle“ gefeiert. Rund 100 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Nachbarschaft waren der Einladung von Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde und der zukünftigen Wohnbereichsleiterin Petra Hakemann gefolgt.

Auch zukünftige Bewohner und deren Angehörige waren dabei, denn sie sind natürlich besonders neugierig auf das Haus, das da entsteht. Ein klassisches Richtfest wurde nicht gefeiert, obwohl die Nachbarn bereit gewesen wären, eine Richtkrone zu binden, weil der Dachfirst schon steht.

Das Ankommen in der Nachbarschaft wurde besonders hervorgehoben. „Sie können sich vorstellen, dass wir uns nichts sehnlicher wünschen als eine gute Nachbarschaft mit Ihnen“, sagte Arendt-Uhde.

Das Miteinander sei entscheidend für das Gelingen von Teilhabe und Beteiligung von Menschen mit Assistenzbedarf. Da die Diakonie Himmelsthür im Rahmen der Konversion (Umwandlung) von Wildeshausen aus an viele neue Standorte gehe, sei eine gute Nachbarschaft wichtig.

Der Direktor der Diakonie Himmelsthür, Pastor Ulrich Stoebe aus Hildesheim, hob die „hohe Lebensqualität im ländlichen Raum“ hervor und sagte: „Hier werden Menschen einziehen, die sich freuen, hier zu sein. Sie werden Nachbarn von Nachbarn sein und Kontakte von Haus zu Haus knüpfen.“

Pflegebad und Fußbodenheizung

„Ich freue mich schon, dass so viele neue Menschen zu uns kommen. Es ist eine Bereicherung für den Ort“, urteilte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse.

Dem schlossen sich Marion Ellerbrock und Thomas Gebhardt von der Bewohnervertretung an und wünschten den zukünftigen Bewohnern ein herzliches Willkommen in Harpstedt sowie „viel Spaß und alles Gute zum Einzug“.

Architekt Lars Stürmer von der Immobilien- und Servicegesellschaft Himmelsthür (ISH) erläuterte, dass die Wohnheime heutzutage mehr und mehr wie Mehrfamilienhäuser gebaut werden. An der Mullstraße können 24 Menschen mit geistiger Behinderung und Unterstützungsbedarf in Wohngemeinschaften, einzelnen Appartements und in einem geschlossenen Wohnbereich leben. Das Haus ist barrierefrei gebaut, bekommt ein Pflegebad, eine Fußbodenheizung und einen Aufzug, eine Dachterrasse sowie einen kleinen Garten mit Terrasse. Die zukünftige Wohnbereichsleiterin Petra Hakemann bedankte sich bei den „fleißigen Handwerkern“ und den Nachbarn. Sie freue sich auf das Wiedersehen zur Einweihung im Frühjahr 2019. Hakemann kündigte außerdem ein gemeinsames Grillfest für den Sommer 2019 an.

Die zünftige musikalische Begleitung des Tages der offenen Baustelle übernahm der inklusive Chor „Töne so anders“ aus Harpstedt unter Leitung von Ilka Major an Akkordeon und Gitarre. Die Sängerinnen und Sänger bekamen viel Applaus und sind bestimmt nicht zum letzten Mal in der Diakonie Himmelsthür aufgetreten.

Noch einige freie Plätze

Für das neue Wohnhaus investiert die Himmelsthür 2,4 Millionen Euro. Sie wird unterstützt von der Aktion Mensch und dem Diakonischen Werk in Niedersachsen.

• Im Wohnhaus an der Mullstraße in Harpstedt sind noch einige Plätze frei. Kontakt: Kunden- und Wohnberaterin Tessa Rogge, Tel.: 04431/83678, E-Mail: tessa.rogge@dh-himmelsthuer.de.

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