DHE-Geschäftsführer schildern Landtagsabgeordneten die Probleme im ÖVPN

Grundversorgung sicherstellen

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Harald Wrede, Gerd Will, Bernhard Springer, Axel Brammer und Klaus Stark (v.l.) diskutierten in Harpstedt über die Probleme beim ÖPNV.

Harpstedt - Über die Probleme beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) haben sich am Donnerstag der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer mit seinen Kollegen Gerd Will, verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, bei der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn (DHE) informiert. Mit dabei waren auch Kirchseeltes Bürgermeister Klaus Stark, der in Zukunft die Gemeinde in der DHE-Gesellschafterversammlung vertreten wird, und Hermann Bokelmann, der fast vier Jahrzehnte den Flecken oder den Landkreis in den DHE-Gremien vertrat.

Geschäftsführer Harald Wrede schilderte, dass das Unternehmen den Schienenweg selber unterhalten müsse. Es sei wichtig, dass dafür die Zuschüsse von Land und Bund erhalten bleiben. Der Schwerpunkt der DHE liege aber im Buslinienverkehr. Die Flotte aus 20 Fahrzeugen ständig auf modernem Stand zu halten, sei eine große Herausforderung, so Wrede. Das Durchschnittsalter der Busse liegt bei etwa neun Jahren. Der vom Verkehrsverbund gewünschte Durchschnitt von nur acht Jahren wird damit leicht überschritten. „Ein Resultat der Einstellung der Zuschüsse zur Anschaffung neuer Fahrzeuge, dass die CDU/FDP-Regierung 2006 beschlossen hatte“, so Bokelmann in einer Pressemitteilung. „Somit waren die Unternehmen neun Jahre lang auf sich allein gestellt.“

In dieser Hinsicht konnten die Landtagsabgeordneten Entwarnung geben, denn die Landesregierung stellt ab diesem Jahr wieder Mittel bereit.

Stark und Bokelmann machten zudem deutlich, dass 70 Prozent der Einwohner der Samtgemeinde in Harpstedt, Dünsen und Kirchseelte an der Buslinie nach Bremen wohnen. Die einzige Verbindung nach Bremen müsse nicht nur gesichert, sondern möglichst verbessert werden.

Wrede und Mit-Geschäftsführer Bernhard Springer baten deswegen nachdrücklich die Politiker darum, dass der ländliche Raum bei Zuschüssen und bei den Ausgleichszahlungen für den ÖPNV nicht benachteiligt werde. Die Bedenken konnte Will zerstreuen: „Wir müssen den Rückgang der Schülerzahlen berücksichtigen, und dass im ländlichen Raum längere Strecken gefahren werden. Die Finanzierung einer Grundversorgung muss aber sichergestellt werden.“

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