Mahnwache mit Ulmentanz verbunden

Damit Tschernobyl im Bewusstsein bleibt

Der Friedenstanz, den die Mahnenden vollführten, wird auch Ulmentanz genannt.

Harpstedt - Während der jüngsten Mahnwache von Harpstedter Atomkraftgegnern auf dem Marktplatz zur Erinnerung an die 30 und fünf Jahre zurückliegenden Atomunfälle von Tschernobyl und Fukushima vollführten Gäste aus Syke zusammen mit dem Mahnenden einen Friedenstanz. Der wird auch Ulmentanz genannt. Sein Ursprung geht bis in die Zeit nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zurück.

Damals drohte eine radioaktive Wolke die Millionenstadt Moskau zu verseuchen. Deshalb wurde sie vor dem Erreichen der Metropole mit Silbernitrat beschossen. Als Folge regnete der radioaktive Regen über der weißrussischen Stadt Novosybkow ab. In jener Region gab und gibt es besonders stark verstrahlte, aber nie evakuierte Menschen. Sie waren der Wolke schutzlos ausgesetzt, ohne dass es eine Vorwarnung gegeben hätte. Mit diesen Menschen wurde seinerzeit erstmals der Friedens- beziehungsweise Ulmentanz getanzt. Das ging einher mit dem Versprechen, ihre Situation in der Welt bekannt zu machen. Der Tanz hat als Symbol wider das Vergessen die Jahrzehnte überdauert.

Das Lied, das dazu gehört, stammt ursprünglich aus Lettland. Die Ulme steht als Symbol für Widerstand. 

eb

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