Kommunalwahl: Ehemaliger Samtgemeindebürgermeister strebt Mandate im Flecken- und im Samtgemeinderat an

Uwe Cordes kandidiert für die Grünen

Global denken – auch und besonders im kommunalen Handeln: Mit dem Slogan „Es gibt keinen Planet B“ ziehen die Grünen in den Wahlkampf. Von links: Markus Mikutta, Hille Perl, Kreisgeschäftsführerin Birte Wachtendorf, Irene Kolb, Andreas Mikutta, Michael Müller-Hjortskov, Christian Schoo, Regina Huntemann, Jochen (Hans-Joachim) Dyck, Götz Rohde und Bernd Behling.

Harpstedt - Von Anja Nosthoff. Als Verwaltungschef im Amtshof wehte ihm oft genug ein scharfer Wind entgegen. Nun will Uwe Cordes selbst politisch Einfluss nehmen. Der frühere Samtgemeindebürgermeister hat sich als Flecken- und Samtgemeinderatskandidat auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen aufstellen lassen. Der Nominierung der Bewerber für die Kommunalwahl am 11. September ging am Donnerstagabend im Hotel „Zur Wasserburg“ die ordentliche Jahreshauptversammlung voraus.

Dabei bestätigten die anwesenden Parteimitglieder die gleichberechtigten Vorstandsmitglieder Regina Huntemann, Andreas Mikutta und Irene Kolb einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt. Im Verlauf der nachfolgenden Wahlversammlung konnten sich die elf nominierten Kandidaten für den Samtgemeinderat und Mitgliedsgemeinderäte ebenfalls über einstimmige Voten freuen. Nicht anwesend waren Uwe Cordes und Melanie Bühnert. Beide hatten jedoch vorab schriftlich erklärt, dass sie im Falle ihrer Nominierung kandidieren werden. Gordon Roschinski, ebenfalls nicht zugegen, wählten die Grünen nach dessen vorheriger mündlicher Zustimmung unter Vorbehalt seiner schriftlichen Bestätigung innerhalb von 14 Tagen zu ihrem Kandidaten für den Dünsener Gemeinderat. Neben Cordes, Bühnert und Roschinski ließen sich auch Jochen Dyck und Christian Schoo zum ersten Mal für die Grünen aufstellen.

„Gerade im ländlichen Bereich sind die Umweltthemen wirklich wichtig. Da gibt es viel zu tun“, erklärte der Elektrotechniker Schoo, der in Bremen beim Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz arbeitet, warum er in der Kommunalpolitik mitreden will. Jochen Dyck, der als Technik-Lehrer an einer Syker Berufsschule arbeitet, fand, die Kandidatur für die Grünen sei ein sinnvoller Weg, sich in seiner Heimatgemeinde Kirchseelte zu engagieren.

Die Namen im Überblick: Um ein Mandat im Gemeinderat Kirchseelte bewirbt sich Jochen Dyck. Für den Dünsener Rat kandidiert unter Vorbehalt Gordon Roschinski. Für den Rat Prinzhöfte gibt es mit Regina Huntemann (auf Platz eins) und Christian Schoo ebenso zwei grüne Bewerber wie für den Winkelsetter Rat mit Michael Müller-Hjortskov (Listenplatz eins) und Andreas Mikutta. Die Spitzenkandidatin der Grünen im Flecken ist Irene Kolb. Die Listenplätze zwei, drei und vier belegen Götz Rohde, Uwe Cordes und Melanie Bühnert. Auf der Kandidatenliste für den Samtgemeinderat finden sich wieder: 1. Götz Rohde, 2. Irene Kolb, 3. Regina Huntemann, 4. Uwe Cordes, 5. Melanie Bühnert, 6. Michael Müller-Hjortskov, 7. Christian Schoo, 8. Bernd Behling, 9. Jochen Dyck und 10. Gordon Roschinski (unter Vorbehalt).

Götz Rohde blickte auf die Ratsarbeit in der sich dem Ende zuneigenden Wahlperiode zurück. Mittels vieler Anträge hätten die Grünen versucht, etwas zu bewegen. „Es ist wichtig, dass wir die Vorgänge transparent machen und die Bürger mitnehmen“, sagte Rohde. Bei einem entsprechenden Antrag der Grünen habe sich jedoch gezeigt, dass viele der Ratsmitglieder aus anderen Fraktionen „noch nicht so weit“ seien. „Wir werden es wieder probieren“, kündigte Rohde an. Gefruchtet habe ein Antrag mit dem Ziel, in Harpstedt einen Impuls zu geben, um Wohnungen für sozial Schwächere zu schaffen. Diesbezüglich sei ein Investor nun auf gutem Weg. Müller-Hjortskov ergänzte, die Grünen hätten sich erfolgreich für den Waldbestand in der Ex-Muna eingesetzt. Die Erweiterung des „Gewerbeparks Kirchseelte“ fiel kleiner aus, als dies die Firma „Sommer & Backhaus“ gewünscht hatte.

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