Brände und Unwetter halten Feuerwehrleute auf Trab / Neue Ausrüstung in 2020

Colnrader fahren 31 Einsätze

Für ihre langjährige Arbeit danken Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse und Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann den Feuerwehrleuten Geritt Lindemann, Günter Wachendorf, Frank Hoffmann und Hans-Ulrich Otto. Auch Kreisbrandmeister Andreas Tangemann und Verbandsvorsitzende Diane Febert gratulieren (hintere Reihe, von links). Geehrt wurden zudem Karl-Heinz Hartje, Dieter Tieke sowie Reinhard und Carsten Lüllmann (vordere Reihe, von links). Fotos: Bahrs

Colnrade – Von den insgesamt 31 Einsätzen, die die Männer und Frauen der Feuerwehr Colnrade im vergangenen Jahr bewältigten, waren elf durch Unwetter verursacht. Doch auch mehr als ein Dutzend Brände nahm die 55 Aktiven der ältesten Samtgemeindewehr in Anspruch. 2019 leisteten alle Colnrader Abteilungen zusammen 11 943 Dienststunden – mehr als die Hälfte davon seien der Jugendfeuerwehr anzurechnen, teilt Pressesprecher Christian Bahrs im Bericht zur Jahreshauptversammlung mit.

„Für die geleisteten Stunden gebührt allen Mitgliedern der Feuerwehr Colnrade Dank, Respekt und Anerkennung. In Zeiten des stetigen Ich-Denkens kann dieses Engagement nicht hoch genug bewertet werden“, sagte Ortsbrandmeister Carsten Lüllmann. Seiner Einladung waren zahlreiche der insgesamt 98 Mitglieder gefolgt. Zu den 55 Aktiven kommen laut Bericht 17 Angehörige der Altersabteilung, 21 Jugendliche sowie vier Kinder und eine Betreuerin. Auch sieben Fördermitglieder sind Teil der Wehr.

Herwig Wöbse, Samtgemeindebürgermeister, bedankte sich für die Arbeit der Colnrader Einsatzkräfte: „Die Samtgemeinde kann Fahrzeuge, Gerätschaften, Kleidung oder Feuerwehrhäuser bereitstellen, aber ohne jeden einzelnen von euch funktioniert das nicht.“ Anne Wilkens-Lindemann, Bürgermeisterin der Gemeinde Colnrade, schloss sich seinem Dank an.

Brandschützer erhalten bald eine Drohne

Welche Ausrüstung die Arbeit der Brandschützer in Zukunft erleichtern soll, stellte Kreisbrandmeister Andreas Tangemann vor. Der Fernmeldezug soll zeitnah mit einer Drohne ausgestattet werden und der Gefahrgutzug einen neuen Gerätewagen erhalten. Tangemann erinnerte zudem an den Großeinsatz bei dem Wohnhausbrand in Wildeshausen am ersten Weihnachtstag: Bei dieser Gelegenheit waren insgesamt 120 Atemschutzgeräteträger beteiligt.

Die Colnrader Feuerwehr hat 18 Mitglieder, die auf diese Arbeit spezialisiert sind. Im Auftrag des verhinderten Gerätewarts Henning Pauley berichtete Marvin Hartje von ihren Tätigkeiten im vergangenen Jahr. An sechs Terminen hätten sie die jährliche Belastungsprüfung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale durchlaufen und zusätzlich dreimal den Brandausbildungscontainer der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Loy besucht, resümierte er. Bei sechs Einsätzen konnten die Atemschutzgeräteträger ihren Kameraden helfen. Im kommenden Jahr soll ihre Ausrüstung aus Altersgründen teilweise erneuert werden. Hartje ergänzte außerdem, dass die drei Einsatzfahrzeuge der Colnrader Feuerwehr im Jahr 2019 knapp 14 000 Kilometer zurückgelegt haben.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Markus Kuraschinski berichtete von den Tätigkeiten neben dem regulären Dienstbetrieb. So gab es 2019 eine Boßeltour und den Hindernislauf „Immer extrem“. An Letzterem nahm die Sportgruppe „Fit for Feuerwehr“ teil.

Auch die Nachwuchsabteilung verknüpfte Ernst mit Spaß: Neben den 67 verschiedenen Diensten, in denen die Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr kennenlernten, standen Aktivitäten wie das Zeltlager im Sommer oder der Tannenbaumverkauf im Dezember auf dem Dienstplan. Das berichtete Jugendfeuerwehrwartin Jana Wachendorf. Außerdem hätten die jungen Brandschützer bei den verschiedenen Wettbewerben auf Kreisebene gute Plätze errungen.

Ehrungen erhielten auch mehrere langjährige Angehörige der Feuerwehr Colnrade. Für seine 60-jährige Mitgliedschaft wurde Reinhard Lüllmann geehrt. Geritt Lindemann, Dieter Tieke, Karl-Heinz Hartje, Carsten Lüllmann und Günter Wachendorf sind seit 40 Jahren dabei. Für 25 Jahre in der Feuerwehr wurden Frank Hoffmann und Hans-Ulrich Otto gewürdigt. Alle erhielten die entsprechenden Ehrenzeichen für ihre Arbeit.

Den Schritt vom aktiven Dienst in die Altersabteilung machten Karl-Heinz Hartje, Henner Lischkowitz und Herbert Wilke. Ihren Einsatz belohnte der Oldenburgische Feuerwehrverband mit der Ehrennadel in Silber.

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