300 Colnrader und Bürger aus der Region bilden eine Menschenkette gegen die oberirdische Stromtrasse

Ein Dorf protestiert gegen die Freileitung

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Mehrere Bürgermeister schlossen sich dem Protest an.

Colnrade - Von Dierk Rohdenburg. Sie kamen mit Fahrrädern, zu Fuß und per Auto. Sie hatten Transparente und Regenschirme dabei. Annähernd 300 Menschen protestierten in Colnrade gegen die Hochspannungsfreileitung in Nähe des Dorfes. Sie wollen, dass die 61 Kilometer lange Trasse unterirdisch verläuft.

Das Dorf war auf den Beinen. Dazu kamen die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden. Menschen jeden Alters versammelten sich auf dem Sportplatz und stellten sich in Form eines Hochspannungsmasten mit einer Höhe von 65 Metern auf. Anschließend nahmen sie sich an den Händen und protestierten mit einer Menschenkette. „Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen“, sagte Andreas Mikutta, der die Demonstration angemeldet hatte. „Wir müssen der Bevölkerung deutlich machen, dass in diesem Jahr die Planfeststellung durchgeführt wird.“

Menschenkette in Colnrade

„Wir wollen, dass das Kabel auf der Pilotstrecke in den Boden kommt“, sagte der Initiator der Demo, Ole Dauskat. Man müsse die Politiker an ihre Zusage erinnern, dass die Trasse genügend Abstand zur Wohnbebauung haben solle. Das würde an einigen Stellen nicht eingehalten. In der Gemeinde Colnrade gelte dies für drei Liegenschaften. „Wir müssen Druck auf die Politik ausüben“, so Dauskat. Von der Wirtschaft sei kein Entgegenkommen zu erwarten. Schon morgen wird der nächste Vertreter aus dem Landtag in der Samtgemeinde erwartet. Grünen-Abgeordneter Hans-Joachim Janßen informiert sich vor Ort.

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