Konsequenz aus Mandatsniederlegung

Colnrader Rat wählt Volker Siegmann zum stellvertretenden Bürgermeister

Amtsnachfolger des aus dem Colnrader Rat ausgeschiedenen Kommunalpolitikers Uwe Beckmann (3.v.l.) als stellvertretender Bürgermeister und Verwaltungsvertreter ist Volker Siegmann (rechts).
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Amtsnachfolger des aus dem Colnrader Rat ausgeschiedenen Kommunalpolitikers Uwe Beckmann (3.v.l.) als stellvertretender Bürgermeister und Verwaltungsvertreter ist Volker Siegmann (rechts). Das Bild bitte durch Anklicken unten rechts ganz öffnen.

Colnrade – Mit einstimmigen Voten hat der Rat am Montagabend Volker Siegmann zum neuen stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Colnrade gewählt und ihn zudem zum Verwaltungsvertreter berufen. Dieser Schritt war nötig geworden, weil der bisherige Inhaber beider Ämter, Uwe Beckmann, sein Ratsmandat im Zusammenhang mit der gescheiterten Gestaltungssatzung für den Colnrader Ortskern niedergelegt hatte (wir berichteten).

Bis zur konstituierenden Sitzung des am 12. September neu zu wählenden Rates im Herbst steht Siegmann Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann als Vertreter zur Seite.

Der Ratssitzung am Montag wohnte Uwe Beckmann nicht als Zuhörer bei. In seiner Abwesenheit würdigte die Bürgermeisterin seine Loyalität, Verlässlichkeit und Kompetenz. Der Rat habe 15 Jahre lang auch von seinem Sachverstand in baulichen Fragen profitiert.

„Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet“, lautet der Standpunkt der Bürgermeisterin. Zusammen mit ihrem neuen Stellvertreter will sie Uwe Beckmann in dieser Woche eine Urkunde sowie ein Geschenk überreichen und dessen Frau Anne mit einem Blumenstrauß dafür danken, dass sie ihrem Mann immer den Rücken für seine politische Arbeit freigehalten hat.

„Raser“ auf dem Hoboldsweg

In ihrem Bericht mahnte die Bürgermeisterin zur Einhaltung des innerörtlichen 30   km/h-Limits auf dem Hoboldsweg. Insbesondere sei Rücksicht auf dort wohnhafte Familien mit Kindern zu nehmen. Aus Richtung Sportplatz werde leider teils erheblich zu viel Fahrt aufgenommen.

Der Colnrader Dorfplatz solle 2022 (vielleicht sogar schon im Herbst 2021) aufgehübscht werden – auf Grundlage eines zu erarbeitenden Konzeptes. Vorstellbar wäre auch die Pflanzung von Spiersträuchern.

80.500 Euro als erste Charge für Breitbandausbau

Der vom Rat verabschiedete Haushalt 2021 schließt mit einem Defizit von 174.300 Euro im Ergebnisetat, das aber aus Überschussrücklagen gedeckt werden kann. Als erste Charge für den weiteren Breitbandausbau sind 80.500 Euro eingeplant. 40.000 Euro für die gemeindeseitige Mitfinanzierung des Radweglückenschlusses von Colnrade bis Reckum entlang der Kreisstraße 5 aus dem Haushalt 2019 warten indes sozusagen weiterhin darauf, abgerufen zu werden. Der Baustart zieht sich bekanntlich hin.

Kein Geld für Straßen-Grundsanierungen

Auf der Einnahmenseite kalkuliert Colnrade mit 300.000 Euro aus Verkäufen von Baugrundstücken. Unverändert gegenüber den Planzahlen 2020 geblieben sind die Ansätze für die Gewerbesteuer (120.000 Euro), Grundsteuer A (39.000 Euro), Einkommensteueranteile (320.000 Euro), Umsatzsteueranteile (20.000 Euro), Hundesteuer (4.500 Euro) und Konzessionsabgaben (20.000 Euro). Die erwartete Grundsteuer B soll um 3.000 auf 72.000 Euro zulegen.

Im Gegenzug steigt die Kreisumlage um gut 11.000 auf 240.500 Euro – und die Samtgemeindeumlage um knapp 23.000 auf 427.300 Euro. Die Planzahl für die Gewerbesteuerumlage: 12.000 Euro (wie 2020).

Die Grundsanierung solcher Straßen, die aufgrund ihres Zustandes mehr oder weniger komplett erneuert werden müssten, schiebt die Gemeinde wegen Geldmangels auf. Das betrifft konkret die untere Hälfte des Mühlenwegs zum Holtorfer Dorfplatz und eine namenlose Verbundsteinstraße in Austen, an der nur wenige Häuser liegen (ganze Länge).  

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