Kita bleibt „Haus der kleinen Forscher“

Kindliche Neugierde gilt diesmal den Obstbäumen

Im Beisein des Heimatbundvorsitzenden Gerold Schäfer (hinten) pflanzten die Kinder das zweite Schmetterlingsbäumchen auf dem „Lummerland“-Grundstück.
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Im Beisein des Heimatbundvorsitzenden Gerold Schäfer (hinten) pflanzten die Kinder das zweite Schmetterlingsbäumchen auf dem „Lummerland“-Grundstück.

Colnrade – Ob die Mädchen und Jungen des Colnrader Kindergartens „Lummerland“ später einmal viele gute Noten im Fach Biologie mit nach Hause bringen? Wer weiß? Ihr Interesse an Natur und Botanik ist jedenfalls schon im Vorschulalter geweckt. Das verdanken sie einem Obstbaumprojekt, mit dem sich die Kita bereits im Februar für weitere zwei Jahre als „Haus der kleinen Forscher“ zertifizieren ließ.

Die wissensdurstigen Kinder erfuhren nicht nur, dass aus einem einzigen Apfelkern ein Baum erwachsen kann – und welchen Einfluss das Wetter darauf hat. Sie lernten unter anderem Haselnuss, Esskastanie, Mirabelle und Eberesche kennen. Auch wissen sie nun, dass Blätter und Rinde die Artenbestimmung erleichtern und oft etwas über Krankheiten als Folge von Schädlingsbefall verraten. Ganz nebenbei ließ Kindergartenleiterin Heike Decker mit ihren Kolleginnen Ute Kohls und Paulina Machalinska geschickt Zahlen- und Farbenlehre einfließen. Fast wäre man geneigt zu sagen: Das „Lummerland“ forscht „interdisziplinär“.

Wir waren happy, dass wir zumindest drei oder vier Birnen finden und damit einen Kuchen backen konnten.“

Heike Decker

Während eines Spazierganges durch Colnrade im Frühherbst 2020 schauten sich die Mädchen und Jungen die noch jungen, vom Heimatbund zwischen Dehmse und Hunte gepflanzten Obstbäume am Pastorenrennweg genau an. „Wir waren happy, dass wir zumindest drei oder vier Birnen finden und damit einen Kuchen backen konnten“, erzählt Heike Decker schmunzelnd.

Kürzlich nun brachte der Heimatbundvorsitzende Gerold Schäfer gelbe Bänder ins „Lummerland“. Die sollten die Kinder um Stämme am Pastorenrennweg binden, um damit zu signalisieren, dass künftig jeder von den so markierten Bäumen Obst pflücken und mitnehmen darf, ohne explizit um Erlaubnis zu fragen. Das „Gelbe Band“ macht längst vielerorts Schule. Die Initiative wider die Lebensmittelverschwendung geht auf die Landwirtschaftskammer zurück. Dem Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) in Oldenburg obliegt die Trägerschaft dieses Ernteprojektes.

Sommerflieder in „doppelter Ausführung“

Gleich zwei Schmetterlingsbäume stiftete der Heimatbund dem „Lummerland“. Dieser Sommerflieder kam zeitversetzt auf dem Kindergartengrundstück in die Erde. Zur zweiten Pflanzung mit nachfolgendem Begießen gab’s sogar einen etwas „größeren Bahnhof“ mit Pressevertretern. Gerold Schäfer schaute aufmerksam zu; er freute sich über die Begeisterung, mit der die Kinder zu Werke gingen.

Welche „Früchte“ das Obstbaumprojekt getragen hat, lassen mehrere Büchlein mit Fotos und selbst gemalten Bildern erahnen. Die Forschungen sind sozusagen „vollumfänglich dokumentiert“.

Das Projekt laufe seit über einem Jahr, verriet Heike Decker. Mit allem, „was schwimmt“, „bewusstem Hören in der Umwelt“ und Farbenlehre hatten sich „kleine Forscher“ der Kita in der Vergangenheit befasst. Erstmals zertifizieren ließ sich das Colnrader „Lummerland“ schon vor zehn Jahren.

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