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CDU-Landtagswahlkandidatur: Ein Bewerber kommt aus Harpstedt

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Von: Jürgen Bohlken

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Wirft seinen Hut in den Ring: der 45-jährige Marco Roreger aus dem Flecken Harpstedt.
Wirft seinen Hut in den Ring: der 45-jährige Marco Roreger aus dem Flecken Harpstedt. © Marco Gallmeier

Harpstedt – Marco Roreger aus Harpstedt will CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis 64 („Oldenburg-Land“) werden. Ob die Union den gebürtigen Wildeshauser für die Landtagswahl am 9. Oktober nominiert, entscheidet sich am Freitag, 11. März, im Hotel „Zum Deutschen Hause“ in Kirchhatten. „Als Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes Harpstedt werde ich ihn natürlich unterstützen“, kündigte Hartmut Post aus Dünsen in einem Telefonat mit unserer Zeitung an.

Die Entscheidung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Stichwahl fallen. Roreger muss sich gegen zwei Mitbewerber und eine Mitbewerberin behaupten: gegen Denis Oetken aus Wardenburg, Curtis Erdmann aus Ganderkesee sowie Nadja Lampe aus Ganderkesee-Almsloh. Die Mitglieder- und Aufstellungsversammlung in Kirchhatten soll um 19 Uhr beginnen. „Wir vier Bewerber sind uns einig, dass wir den, der nominiert wird, auf jeden Fall unterstützen“, sagt der 45-jährige Harpstedter.

Beim Öffentlichen Personennahverkehr müssen wir im ländlichen Raum besser werden.“

Marco Roreger

15 Jahre Ratsarbeit im Flecken und in der Samtgemeinde liegen hinter Marco Roreger. Im September 2021 reichte es für ihn bei der Kommunalwahl nicht; er verlor beide Ratsmandate. In den zurückliegenden Jahren hatte er im Schul- und Sozialausschuss mitgewirkt; im Feuerschutz- und Rettungswesenausschuss der Samtgemeinde Harpstedt oblag ihm der Vorsitz – und überdies im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund zuletzt der stellvertretende Kreisvorsitz. Er sei „seit vielen Jahren bestens in der Kommunalpolitik unseres Landkreises vernetzt“, bekräftigt Roreger, der schon seit 2006 dem Vorstand des CDU-Samtgemeindeverbandes Harpstedt angehört. Dort fallen die Schriftführung und die Zuständigkeit für die Homepage in seinen Aufgabenbereich.

Ärztliche Versorgung liegt ihm am Herzen

„Meine Familie, Freunde und Kollegen schätzen meine Begeisterungsfähigkeit. Deshalb möchte ich mich für alle Mitmenschen im Wahlkreis 64 einsetzen, möchte aktiv etwas bewegen und nicht nur kritisieren. Ich werde zuhören, anpacken und gestalten“, verspricht der 45-Jährige.

Sollte er nominiert und dann auch in den Landtag gewählt werden, würde er gern Akzente in Bildung und Digitalisierung, Gesundheit und Sozialem, Mobilität und Verkehr setzen. Dort sieht Roreger seine politischen Schwerpunkte. „Beim Öffentlichen Personennahverkehr müssen wir im ländlichen Raum besser werden“, unterstreicht der Harpstedter. In Wien könnten die Bürgerinnen und Bürger den ÖPNV für einen Euro am Tag ganzjährig nutzen. Ein solches Jahresticket wünscht sich Roreger auch hierzulande. „Dafür würde ich mich gerne einsetzen“, sagt er. „Wenn man die Leute zum Umsteigen auf die Nahverkehrsmittel bewegen will, müssen zum einen vernünftige Anbindungen sichergestellt sein, und zum anderen muss das ÖPNV-Angebot einfach günstiger werden, was eine Subventionierung durch das Land erfordert. Nur so können wir unsere Klimaziele erreichen.“

Auch eine gute medizinische Versorgung vor Ort mit hinreichend Ärzten, gerade im ländlichen Raum, ist dem 45-Jährigen ein Anliegen.

Die Politik ist seine Leidenschaft

Die Politik sei seine Leidenschaft, sagt Roreger. Ob daraus eine Profession wird, muss sich zeigen. Bislang verdient der gelernte Industriemechaniker und Handwerksmeister der Feinwerkmechanik seinen Lebensunterhalt bei der OHB System AG (Bremen) in der Luft- und Raumfahrt. Dort fungiert er seit Juli 2010 als Qualitäts- und Prozessmanager. Seit November 2018 kümmert er sich als Vertrauensperson um die Belange schwerbehinderter Kolleginnen und Kollegen. Ehrenamtlich engagiert sich Marco Roreger im Sport – als örtlicher Vertreter der Handball-Region Oldenburg-Land sowie als Schiedsrichter. Schon in den 1990er-Jahren habe er sich im Vorstand der Landjugend Harpstedt und später als Vorsitzender der Kreislandjugend aktiv für seine Mitmenschen eingesetzt.

Sie können sich darauf verlassen, dass ich präsent im Wahlkreis, präzise in meinen politischen Aussagen und persönlich im Kontakt bin.“

Marco Roreger

Ehefrau Regina stärkt ihm den Rücken. „Sie können sich darauf verlassen, dass ich präsent im Wahlkreis, präzise in meinen politischen Aussagen und persönlich im Kontakt bin. Mir ist es wichtig, ein Abgeordneter für alle Menschen im Wahlkreis zu sein – in einem Wahlkreis, der sich durch seine Vielfalt auszeichnet und mir am Herzen liegt“, wirbt der Harpstedter in einem Schreiben an die Parteifreunde in eigener Sache.

Nicht zuletzt in der Überzeugung, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger „frischen Wind, moderne Ideen und neue Gesichter“ wünschen, wirft er den redensartlichen Hut in den Ring.

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