Schulverbund Huntetal kürt Sieger

Caspar und Leni gewinnen Grundschul-Lesewettbewerb

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Einen Büchergutschein gibt es beim Lesewettbewerb für die Sieger Caspar Flohr (GS Dötlingen) und Leni Hasselberg (GS Neerstedt).

Harpstedt – „Lesen lernen ist anstrengend“, findet Anja Gillig. Die 37-Jährige unterrichtet im dritten Jahrgang der Harpstedter Grundschule und hat mit ihrer Kollegin Stefanie Voigtländer in der Jury des Lesewettbewerbs des Schulverbunds Huntetal gesessen. Umso beeindruckter ist die Pädagogin von den Leistungen der Dritt- und Viertklässler am Montagvormittag. Einige Kinder läsen „wirklich virtuos“, sagt Gillig.

Den jeweils ersten Platz ihrer Jahrgangsstufe in der Finalrunde des Wettbewerbs belegen Caspar Flohr von der Grundschule Dötlingen (3. Klasse) und Leni Hasselberg von der Neerstedter Grundschule (4. Klasse). In der ersten Wettbewerbsrunde sollten die Kinder einen zweiminütigen Ausschnitt aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen – nicht nur der neunköpfigen Lehrer-Jury, sondern auch den Teilnehmern des jeweils anderen Jahrgangs. Anschließend bekamen sie einen ähnlich langen, ihnen jedoch unbekannten Text vorgelegt, den sie, dieses Mal ohne Publikum, möglichst fehlerfrei und flüssig vortragen sollten. „Da merkt man dann schon Unterschiede“, sagt Voigtländer.

Unterschiede zwischen den Geschlechtern sehen die Pädagoginnen hingegen nicht von vornherein. „Ich würde niemals pauschal sagen: Die Mädchen lesen besser als die Jungen“, betont Gillig. Doch trotzdem fällt auf, dass unter den 17 Teilnehmern der letzten Runde des Wettbewerbs nur vier Jungen sind.

Ein wichtiger Faktor bei der Frage, wie gut ein Kind lese, sei das Freizeitverhalten. „Das Lesen hat es schwerer, die Konkurrenz ist größer geworden“, findet Voigtländer. Deshalb lege die Schule viel Wert darauf, dass die Kinder Zeit haben, um Bücher zu entdecken – dabei sei auch die hauseigene Bibliothek von großem Vorteil, sagt die 32-Jährige. Der Wettbewerb, bei dem zunächst schulintern die besten Vorleser ausgewählt worden, habe ebenfalls dazu beigetragen: „Über mehrere Wochen liegt das Lesen komplett im Fokus“, sagt Gillig. Und: Nicht nur die Lehrkräfte, auch die Mitschüler sind an der Entscheidung beteiligt, wer in die nächste Runde kommt.

Aus Lehrerinnensicht gehören nicht nur die Unterhaltung, der erweiterte Wortschatz und die verbesserte Ausdrucksfähigkeit zu den Vorteilen des Lesens. Auch die Selbstständigkeit, die es vermittelt, ist ein großes Plus. Sich Wissen anzueignen, ohne auf andere angewiesen zu sein, sei gut und wichtig, findet Gillig.

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