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Von Kampfkunstmäusen und Powerkids

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Pokal und Urkunde gab es für jeden Mitstreiter. Unser Bild zeigt das gesamte Team, allerdings ohne die Minis.
Pokal und Urkunde gab es für jeden Mitstreiter. Unser Bild zeigt das gesamte Team, allerdings ohne die Minis. © Rottmann

Harpstedt – Einen aufregenden Tag, von dem sie wohl noch lange zehren werden, haben 70 junge Kampfsportler anlässlich des ersten „Harpstedter Lions Cup Clubturniers“ im Jiu-Jitsu in der Delmeschulturnhalle erlebt.

Das Wettkampfgeschehen der Budo-Sportakademie Harpstedt um ihren Betreiber Olaf van Ellen begann mit den „Kampfkunstmäusen“. Die Aufgabe dieser Minis im Alter von drei bis sechs Jahren bestand darin, sich als „Mattenkönig“ zu beweisen und den Gegenüber von einer Weichbodenmatte zu „schubsen“. Ebenso mischten „Powerkids“ (sechs bis zehn Jahre) und „Ninjas“ (elf bis 16 Jahre) mit. In den Einzelkämpfen wurden für jede Technikvariante Punkte verteilt. Das Erreichen der höchsten Punktzahl bedeutete die Qualifikation für die nächste Runde. Zu den anschließenden Teamkämpfen traten 16 Teams mit jeweils drei Kindern gegeneinander an. Jeder Zweikampf dauerte eine Minute. Alle Teampunkte wurden zum Schluss addiert; das Team mit der höchsten Punktzahl gewann.

Eine Besonderheit bei den Anfängern der „Basic-Klasse“: Sie kämpften auf den Knien.

Vier Kampfrichter sowie Olaf van Ellen als Hauptkampfrichter sorgten dafür, dass alles mit rechten Dingen zuging. Dazu gehörte Denis Pitkowski, von den Kindern auch als engagierter Trainer geschätzt. Er begann sich als Neunjähriger für den Kampfsport zu begeistern. Bis heute hat er es auf Wettkämpfen zum Europa-, dreifachen deutschen sowie zweifachen internationalen Meister gebracht.

Das „Harpstedter Lions Cup Clubturnier“ wurzelt in einem Erfolg der Budo-Sportakademie vor zweieinhalb Jahren als stärkstes Team auf einem Turnier in Oldenburg. Olaf van Ellen rannte mit seiner Idee, so etwas auch in Harpstedt auf die Beine zu stellen, bei Denis Pitkowski offene Türen ein. Beide steckten viel Arbeit und Herzblut in die Organisation. Der Erfolg gab ihnen Recht. Das gesamte Turnier war geprägt von Fairness, einer tollen Atmosphäre und spannenden Kämpfen.

Wiederholung im jährlichen Turnus geplant

„Als Vorbereitung waren die unterschiedlichen Wettkampftechniken im Training intensiv einstudiert worden. Die Kinder haben dem Turnier nach der langen Coronapause entgegengefiebert“, berichtete Olaf van Ellen.

Lio (10) und Keno (8) kamen nicht nur als Kämpfer, sondern auch als Coaches zum Zuge – mit zehn weiteren Mitgliedern aus den eigenen Reihen. Während der Kämpfe gaben sie vom Rand aus Tipps. Etwa: „Nimm ihn in den Festhalter!“ Oder auch: „Mach einen Armhebel!“ Es sei „sehr schade, dass 27 Kämpfer sehr kurzfristig aus unterschiedlichen Gründen abgesagt haben“, bedauerte Olaf van Ellen. Gleichwohl: „Alle, die dabei waren, fanden es mega.“ Dank gebühre der Samtgemeinde Harpstedt, die der Budo-Sportakademie die Turnhallennutzung gestattet habe.

Am Ende musste kein Kampfsportler mit leeren Händen nach Hause gehen; jeder bekam Pokal und Urkunde überreicht. Zusätzlich konnten in den Teamkämpfen Medaillen (Gold, Silber, Bronze) sowie weitere Trophäen errungen werden. Der Wanderpokal „Grand Champion“ ging an Jamie Wilson aus Groß Mackenstedt.

Eltern backten Kuchen, halfen beim Auf- und Abbau und trugen entscheidend zum Gelingen bei. Geplant ist, das Turnier im jährlichen Turnus zu wiederholen.

aro

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