Ausschuss befürwortet auch Verbreiterung

Bremer Weg in Klosterseelte soll ausgebaut werden

Klosterseelte - Bislang hat die Samtgemeinde Harpstedt Gemeindeverbindungsstraßen (GVS) stets mit Zuschüssen für den landwirtschaftlichen Wegebau ausbauen lassen. Doch die sind aktuell nicht in Sicht. Das „Ziele“-Programm ist völlig überzeichnet.

Der Bremer Weg (GVS 6) in Klosterseelte gilt gemäß einer softwaregestützten Fortschreibung jener Daten, die auf der Grundlage des „Geomobil“-Einsatzes zur Straßenzustandserfassung im Jahr 2014 erhoben worden waren, aktuell als die schlechteste Straße in der Baulastträgerschaft der Samtgemeinde Harpstedt. Mit einer Bewertung zwischen 4,0 und 4,4 hat er das untere Ende der Notenskala (Note fünf) fast erreicht.

Zumal Zuschüsse nicht zu bekommen sind und die GVS 6, wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, ohnehin in kein landwirtschaftliches Wegebau-Förderprogramm passt, will die Samtgemeinde den Ausbau 2018 komplett auf eigene Kosten realisieren. Ein stattlicher – in diesem Jahr nicht ausgegebener – Haushaltsrest von 200.000 Euro kann dafür Verwendung finden.

400.000 Euro für Ausbaumaßnahmen

Hinzu kommen soll ein neuer Ansatz in gleicher Höhe im Etat 2018, den der Fachausschuss für Bau, Umwelt und Planung am Montagabend im Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“ einstimmig befürwortet hat. Damit stünden dann also 400.000 Euro für Ausbaumaßnahmen an GVS (nicht für die Unterhaltung) zur Verfügung.

Ebenso einstimmig billigte der Fachausschuss die Verbreiterung des Bremer Wegs von aktuell 3,30 Meter (im Mittel) auf dann 4,50 Meter zuzüglich beidseitiger Fahrbahnrandbefestigung (50 Zentimeter) mit Grand. Der Wegezweckverband Syke erwartet Ausbaukosten von mehr als 300.000 Euro.

Das Pflaster soll nicht rausgerissen, sondern mit einer Asphalttragschicht überbaut werden. Uwe Kräkel (SPD) befürchtete Abbrüche an den Fahrbahnrändern, wenn der Unterbau nicht durchweg einheitlich beschaffen sei. Dieses Risiko hatte durchaus auch Samtgemeindebauamtsleiter Jens Hüfner gesehen. Der Wegezweckverband aber zerstreute die Bedenken. Im Übrigen käme die Maßnahme rund 100.000 Euro teurer, wenn das Pflaster entfernt würde, gab Hüfner zu bedenken.

Weniger Unterhaltungsaufwand durch Verbreiterung

Der Bremer Weg stellt als GVS eine überörtliche Anbindung an das Straßennetz in Richtung Bassum sicher. Die Länge der Ausbaustrecke von der Einmündung „Im Dorfe“ bis zur Gemeindegrenze beträgt knapp einen Kilometer. Dass Ausbau und Verbreiterung die Straße vermutlich deutlich „schneller“ machen werden, ahnt auch die Politik. 

Gleichwohl führt nach Einschätzung von Verwaltung und Fachausschuss kein Weg daran vorbei, zumal die Samtgemeinde verpflichtet ist, ihre Straßen in Schuss zu halten, und eine sehr schmale Fahrbahn vermutlich binnen recht kurzer Zeit – insbesondere von landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit „Überbreite“ – wohl recht schnell wieder kaputt gefahren würde. „Die Vorteile der Verbreiterung sind, dass Begegnungsverkehr auf der Fahrbahn möglich ist, die Seitenräume nicht so stark in Anspruch genommen werden und der Unterhaltungsaufwand erheblich abnimmt“, erläuterte Jens Hüfner.

boh

Rubriklistenbild: © dpa

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