Kaffeehaus-Orchester im Hotel „Rogge Dünsen“

Befrackte Herren lassen champagnerlaunig Synapsen prickeln

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Der Frack kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Herren Musik im Blut und den Schalk im Nacken haben: In Champagnerlaune präsentieren sie sich am 26. Januar in Dünsen.

Dünsen - Silvester liegt schon wieder fast zwei Wochen zurück. Aber ein guter Grund, die Sektkorken knallen zu lassen, findet sich ja eigentlich immer. Vielleicht tun das auch die Mannen des Bremer Kaffeehaus-Orchesters, nachdem sie am Freitag, 26. Januar, im Saal des Hotels „Rogge Dünsen“ in den Gehirnen ihrer Zuhörer die „Synapsen prickeln“ lassen haben. Schon in musikalischer „Champagnerlaune“ gehen sie dort nämlich um 20 Uhr ihr Neujahrskonzert an, das da beginnt, wo das der Wiener Philharmoniker endet – beim Donauwalzer.

Mit leichter Hand wollen die fünf befrackten Herren Constantin Dorsch (Violine), Klaus Fischer (Flöten, Klarinetten, Saxofon, Moderation), Gero John (Cello) Johannes Grundhoff (Klavier) und Anselm Hauke (Kontrabass) eine Mélange von erfrischender konzertanter Leichtigkeit mischen. „Das musikalische Kaffeehaus wird zum Ort der verrücktesten Begegnungen“, kündigen sie in einer Pressemitteilung an. „So genießt Johann Strauß seinen Kaffee gemeinsam mit den Herren Maurice Ravel und Henry Mancini. Am Billardtisch zeigen Giuseppe Verdi und Glenn Miller einer Lady namens Gloria Gaynor die neuesten Tricks. Die vier Beatles liefern sich derweil mit einem gewissen Herrn Bachpelz eine heiße, Sachertorten-befeuerte Diskussion über den Videobeweis beim Fußball“, beschreibt das Orchester passend zum Konzertmotto champagnerlaunig die Vielfalt und Bandbreite seines Programms.

In der Summe ergebe all dies, so versprechen die Herren, „ein schillerndes Feuerwerk aus üppigem Klang, wilder Virtuosität, hemmungsloser Spielfreude und schlitzohrig-charmanter Moderation“. Eigentlich genau das Richtige für einen schwungvollen Start ins neue Jahr, sollte man meinen.

Die Musik des Bremer Kaffeehaus-Orchesters ist das Ergebnis einer „lebendigen Auseinandersetzung“ des Quintetts mit den äußerst unterschiedlichen Musikformen der vergangenen 75 Jahre, aber auch mit den „Klassikern“ der letzten dreieinhalb Jahrhunderte – als Interpreten, Bearbeiter und Komponisten. Und so hat sich das ursprünglich klassische Repertoire mit Werken zwischen Strauß und Grieg, Lincke und Lehár mit den Jahren erweitert. Ab 2002 kam der Swing dazu. Und nach und nach folgten südamerikanischer Tango, französischer Chanson, Mozart, Ravel, Schostakowitsch, die Beatles, Rock’n’Roll, Cool Jazz, Renaissancemusik, irische Folklore und vieles andere mehr. Das Orchester erfindet und definiert Kaffeehausmusik sozusagen immer wieder neu.

Wer das Quintett kennt, der weiß, dass bei den Gastspielen ungebremste Spielfreude, Interesse an musikalischen Grenzbereichen und eine Moderation zwischen liebevoller Schlitzohrigkeit und – pseudoakademisch ausgedrückt – „abgesicherten alternativen Fakten“ zusammenkommen. Karten für das Konzert in Dünsen gibt es im Vorverkauf bei „Rogge Dünsen“ und im Kirchseelter „Dreimädelhaus“ sowie über Nordwest Ticket für 17 Euro das Stück. An der Abendkasse beträgt der Eintritt 19 Euro. 

eb/boh

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