Lehmkuhl: Prinzhöfte profitiert stark, zahlt aber auch hohen Eigenanteil

Breitbandausbau: Planungen sind schon sehr konkret

Prinzhöfte - In den vergangenen Wochen habe die Gemeinde Prinzhöfte zwei Schotterwege ausbessern lassen, teilte Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl am Montag während der Ratssitzung in der Horstedter Schützenhalle mit. Darunter sei der Weg beim Freinet-Kindergarten in Schulenberg.

„Das ist ganz gut geworden“, urteilte Lehmkuhl. Mit dem Ergebnis der zweiten Maßnahme – im Hölscherholz – haderte er hingegen. Dort sei die bituminöse Schicht zunächst „durchgefräst“ und danach Schotter aufgetragen worden. Das eingebrachte Material sei offenkundig „doch zu grob“ gewesen. 

„Es wurde sogar zweimal angewalzt, aber das Ergebnis ist irgendwie immer noch nicht befriedigend“, zog der Bürgermeister ein etwas ernüchterndes Fazit. „Wir müssen überlegen, was wir da nun machen und ob wir eventuell noch etwas nacharbeiten lassen.“ Fahrradfahrer hätten’s auf dem Weg jedenfalls im Moment ziemlich schwer.

Außerdem, so fuhr Lehmuhl fort, würden in Kürze mehrere Straßenabschnitte mit einer doppelten Oberflächenbehandlung versehen. Diese Arbeiten führe eine Fremdfirma aus. Samtgemeindebauamtsleiter Jens Hüfner ließ verlauten, er rechne innerhalb der kommenden zwei Wochen mit dem Maßnahmenbeginn.

Streifte in seinem Bericht das geplante interkommunale Gewerbegebiet, aber auch den Breitbandausbau und Maßnahmen an Wegen: Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl.

Die Planungen für einen weiteren Funkmast in der Gemeinde Prinzhöfte, gegenüber den Ställen des „Landguts Hennenberg“ in Simmerhausen, sind nach Darstellung des Bürgermeisters aufgenommen worden. „Da besteht offenbar sehr großer Handlungsbedarf. Der Betreiber wird wohl – höchstwahrscheinlich schon in den nächsten paar Wochen – ein Provisorium aufstellen lassen. Der Autobahnabschnitt bis Wildeshausen soll mit abgedeckt werden. Da passiert wohl relativ kurzfristig was.“

Auch das vorgesehene interkommunale Gewerbegebiet am Brakland erwähnte Lehmkuhl in seinem Bericht. „Viele haben sicher schon der Presse entnommen, dass sich die Gemeinde Dötlingen auf die ursprüngliche Fläche in Hockensberg geeinigt hat. Wir ihr ja alle wisst, wollen sich wir uns mit der Samtgemeinde Harpstedt und der Stadt Wildeshausen daran beteiligen. Im Moment laufen Vorgespräche. 

Es wird noch einige Zeit dauern, bis das richtig konkret wird. Wir haben uns darauf verständigt, dass uns in den Vorgesprächen, an denen auch auf Wildeshauser und Dötlinger Seite Hauptamtliche beteiligt sind, Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse vertritt. Da können wir uns als Ehrenamtliche, denke ich mal, nicht so drum kümmern. Wenn es richtig konkret wird, werden wir uns auch mit einbringen“, sagte der Bürgermeister.

Als letzten Punkt in seinem Bericht sprach er das Thema Breitbandausbau an. Die Planungen dafür seien „jetzt doch schon sehr konkret geworden“. Kartenmaterial sei noch nicht publiziert worden. Nicht ohne Grund: Erst müsse es Gewissheit über die von Land und Bund fließenden Zuschüsse geben. 

„Unsere Gemeinde wird vom Breitbandausbau sehr profitieren“, betonte der Bürgermeister. Zugleich müsse sich Prinzhöfte aber „mit einem sehr großen Betrag“ beteiligen, der sich nach Einschätzung Lehmkuhls voraussichtlich zwischen 80.000 und 100.000 Euro bewegen dürfte. „Aber ich denke“, so merkte er an, „wir sind alle einstimmig der Meinung, dass dies eine Investition in die Zukunft ist und wir keine andere Möglichkeit haben, als das zu realisieren.“ - boh

Rubriklistenbild: © dpa

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