Botschafter des Nordens zurück im „Heimathafen“

Gruppe Godewind begeistert rund 300 Zuhörer in der Christuskirche

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Blieben ihren Fans in Harpstedt nichts schuldig: die „Botschafter des Nordens“ von Godewind sowie Holly Petersen, der die Gruppe an der Gitarre unterstützte.

Harpstedt  - Wer am ersten Advent in der Christuskirche ein Konzert gibt, wissen die Harpstedter längst, denn diesen Termin hat Godewind sozusagen fest gebucht. Seit vielen Jahren präsentiert die Mediengruppe Kreiszeitung das adventlich angehauchte Gastspiel der sympathischen „Botschafter des Nordens“. Auch diesmal konnte sich die Gruppe einer großen Zuhörerschaft sicher sein: Rund 300 Besucher strömten am späten Sonntagnachmittag in die Kirche.

Parkplätze im Umfeld des Gotteshauses waren schon lange vor Konzertbeginn Mangelware. „Im letzten Jahr hatten wir Sturm, davor Glatteis und heute eine Mischung von beidem. Ich möchte Sie mitnehmen auf eine ganz besondere Reise in die Vorweihnachtszeit“, stimmte Jürgen Hesse von der Kreiszeitung die Gäste auf das Event ein.

Aus Erinnerungen an ihre Kindheit und die Vorfreude auf Winter-, Advents- und Weihnachtszeit kredenzten die Musiker ein stimmungsvolles und emotionsgeladenes Programm getreu der selbst ausgegebenen Devise „Keen Wiehnacht ohne Godewind“. Nach einem kräftigen „Moin“ zur Begrüßung von Schlagzeuger Heiko Reese nahm die Gruppe die Besucher gewissermaßen an die Hand und ließ sie mit leiseren Tönen den Alltag vergessen.

Innovativ und dabei den Wurzeln treu

Godewind versteht es nach Ansicht vieler Fans meisterhaft, sich immer wieder neu zu erfinden und dabei doch den eigenen Wurzeln treu zu bleiben. „Harpstedt ist für uns ein Heimathafen, den wir jedes Jahr gern anfahren. Allerdings haben wir den Eindruck, als würden wir immer das Schmuddelwetter mitbringen“, merkte Frontfrau Anja Bublitz schmunzelnd an.

Die musikalische Reise führte abwechselnd in hoch- und in plattdeutscher Sprache durch das Advent-Repertoire. „Wiehnacht, Wiehnacht“ sowie „Witte Wiehnacht“ wechselten sich ab mit „Winternebel“ und „Flockentanz“. Die Pause versüßte der Freundes- und Förderverein der Christuskirche den Besuchern mit einem Weinangebot. Kurz zuvor machte der Nikolaus seine Aufwartung und verteilte einige Geschenke. Schwungvoll ging es im zweiten Konzertteil mit „Wiehnacht all inclusive“ weiter. Die Botschaft des Titels „Zeit“ brachte Bassist Sven Zimmermann auf den Punkt: „Wir sollten unseren Kindern viel mehr Zeit geben.“

Brandender Applaus

Schon 1980 hatte die Gruppe ihr erstes Weihnachtsalbum aufnehmen wollen. „Dabei haben wir nach einem plattdeutschen Weihnachtslied gesucht und festgestellt, dass es so gut wie nichts auf dem Markt gab. Das hat uns auf die Idee gebracht, selbst Stücke umzuschreiben“ plauderte Shanger Ohl aus dem Nähkästchen.

Brandenden Applaus ernteten im weiteren Konzertverlauf „Wie eine Hymne schön“ und das stimmgewaltige „Hallelujah“. Anja Bublitz (Gesang und Flöte), Shanger Ohl (Gesang, Keyboard, Akkordeon), Heiko Reese (Gesang, Schlagzeug, Percussion, Akkordeon) und Sven Zimmermann (Gesang, Gitarre, Bass) blieben ihrem Publikum in Harpstedt – wie gewohnt – nichts schuldig. Als Gastmusiker stand ihnen der Hamburger Holly Petersen (Gitarre) zur Seite.

Ohne Zugabe ließ das Publikum Godewind nicht ziehen. Mit „Frohe Wiehnacht“ sowie „De Droom vun Wiehnacht“ ging ein emotionales Konzert voller Gänsehautmomente zu Ende.

Abschließend wünschte Anja Bublitz allen eine schöne Adventszeit. „Wir werden den Heimathafen Harpstedt natürlich auch im nächsten Jahr wieder ansteuern“, versprach sie. - aro

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