In-Nachbars-Garten-Tour: Radler bewundern tolle Refugien und eine Versuchsplantage

Botanik, die auch Bienen „begeistert“

Impressionen von der geführten Gartentour: In Harpstedt und Stiftenhöfte lagen die auserkorenen Ziele. Fotos: Rottmann/Rüdebusch

Harpstedt/Stiftenhöfte - Von Anja Rottmann. 75 Pedalritter haben sich zusammen mit Gästeführern und Organisatoren an der diesjährigen geführten Radtour unter dem Motto „Komm doch mit  …  in Nachbars Garten!“ beteiligt. Entlang der ungefähr 20 Kilometer langen Strecke begeisterten sie sich für verschiedene, mit Liebe gestaltete Refugien.

Mit drei Gruppen starteten die Gästeführer Anke Rüdebusch, Martina Möhlmann, Uli Sasse, Angela Willms und Heinfried Sander zeitversetzt beim Harpstedter Amtshof, nachdem Koordinatorin Maren Jehlicka die Gästeliste abgehakt hatte. Bereits zum neunten Mal ging die Gartentour über die Bühne. Ihre Beliebtheit ist ungebrochen. Sie mobilisierte nicht nur Teilnehmer aus der Samtgemeinde Harpstedt, sondern auch Gartenliebhaber aus dem Landkreis Diepholz, Achim, Westerstede oder der Gemeinde Dötlingen.

Heike und Helmut Herzig aus Dimhausen bei Bassum zählten schon zum vierten Mal zu den Mitwirkenden. „Die Führungen und die einzelnen Gärten sind immer wieder ein tolles Erlebnis. Besonders schätzen wir die schöne und lockere Gemeinschaft untereinander. Am Ende des Tages freuen wir uns schon auf die nächste Tour“, verrieten sie. Zum ersten Mal radelten Heide und Gerold Melle aus Ostrittrum mit, aber sicher nicht zum letzten Mal, wie sie versicherten. „Wir waren durch die Zeitung auf diese Aktion aufmerksam geworden und finden es toll, auf diese Art auch mal andere Ecken im Kreis Oldenburg kennenzulernen.“

Als erste Station steuerten die Radler das Harpstedter Gartenparadies von Elke und Kurt Beneke an. Sodann ging es zum Simmerhauser Weg beim Dreiangel. Auf den Flächen des Hofes Eiskamp hielt der Anbauberater und gelernte Landwirt Wolfgang Jerebic einen Bienen-Vortrag. Die Ausflügler bekamen eine neu angelegte Plantage mit Silphie-Pflanzen aus der Familie der Korbblütler zu sehen, die jedes Jahr eine Wuchshöhe von bis zu 2,50 Metern erreichen. Sie gelten als bei Bienen sowie anderen nützlichen Insekten beliebt und werden in der Biogasanlage der Familie Eiskamp energetisch verwertet. Geplant ist, diese Pflanzenart versuchsweise  bis zu fünf Jahre anzubauen, um zu sehen, ob sie sich dort heimisch fühlt. Die Sojapflanze ist auf der Fläche inzwischen übrigens ebenfalls zu finden.

Während einer Mittagspause beim Amtshof stärkten sich die Teilnehmer mit Bratwurst und Brot sowie kühlen Getränken. Weiter ging es zu Regina Huntemann nach Stiftenhöfte. Zu den Augenweiden des Anwesens in direkter Nähe des Grünbaches zählt eine Obstbaumwiese. Ein Apfel- und ein Zwetschgenbaum standen auf dem Areal bereits, als es die Familie nach der Jahrtausendwende erwarb. Birnen, Kirschen, Mirabellen, Erdbeeren und Heidelbeeren gesellten sich hinzu.

Das letzte angesteuerte Ziel, der Naturhof von Karin und Karsten Knolle am Wunderburger Weg in der Harpstedter Feldmark, ein Tier- und Ziergarten, beherbergt neben Bunten Bentheimer Schweinen auch Hühner und Hähnchen. Neu dazugekommen sind vor einiger Zeit Wachteln. Alle Wurst- und Fleischprodukte sowie Eier, die im betriebseigenen Laden verkauft werden, stammen vom eigenen Hof. Nach einem Rundgang ließen es sich die Gäste auf dem weitläufigen Anwesen inmitten von duftenden Blumen bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen gut gehen. Frisch gestärkt traten sie im Anschluss die Heimreise an.

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