Blühfläche wirkt ungepflegt / „Müssen das Projekt möglicherweise als gescheitert betrachten“

Nabu-Gruppe bedauert unschönes Ergebnis

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Eine Wiese mit Wildblumen als Insektenfutterpflanzen wollte die Nabu-Gruppe Harpstedt anlegen. Das Resultat hätten sich die Aktiven selbst auch etwas anders vorgestellt.

Harpstedt - „Das sieht ungepflegt aus.“ So oder ähnlich lautet das Urteil vieler Anwohner über die von der Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) angelegte Blühfläche bei der „alten Herberge“ in Harpstedt. Die Bürger hätten recht, gibt Sprecherin Eva Heinke zu. „Nachdem wir wegen der Nachtfröste erst im Mai im zweiten Anlauf aussäen konnten, war es im Anschluss extrem kühl und trocken. Diese Trockenheit hat auch der Landwirtschaft sehr zu schaffen gemacht. Unser Saatgut konnte nicht keimen, wohl aber eine große Menge Melde-Samen, die durch das Umpflügen offensichtlich an die Oberfläche gekommen waren und auf der Fläche prächtig gediehen“, erläutert sie.

Nachdem die ersten blühenden Pflanzen sichtbar waren, hätten vier Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe in weit über 30 Arbeitsstunden die Meldepflanzen einzeln per Hand aus dem „Acker“ gezogen; man hoffe nun, dass die übrigen Wildblumen genügend Licht und Feuchtigkeit bekämen, um zu gedeihen. Leider habe sich eine hohe Pflanze mit kleinen gelben Blüten, die jedoch in der Saatgutmischung enthalten gewesen sei, sehr ausgebreitet, bedauert Eva Heinke. Diese Entwicklung mache der Nabu-Gruppe sehr zu schaffen, die das Projekt möglicherweise als gescheitert betrachten beziehungsweise wiederholen müsse.

Es sei allerdings nie geplant gewesen, eine Blühfläche „wie in einer Gartenschau anzulegen“, unterstreicht die Sprecherin, sondern vielmehr eine Wiese mit Wildblumen (Insektenfutterpflanzen). Entsprechend habe sich die Nabu-Gruppe von einer Bioland-Gärtnerei beraten lassen. Das nicht zufriedenstellende Ergebnis sei besonders schade vor dem Hintergrund, dass Martina Hundt von der „Hörstube“ die Kosten für die Saatmischung übernommen und sich natürlich „ein schöneres Umfeld erhofft“ habe, räumt Eva Heinke offen ein.

boh

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