Godewind: Weihnachtswunschkonzert mobilisiert rund 300 Zuhörer

Betont nah am Publikum

Sympathisch und ganz nah dran an den Fans: die Gruppe Godewind. Foto: Rottmann

Harpstedt - Von Anja Rottmann. Das traditionell von der Mediengruppe Kreiszeitung präsentierte Weihnachtskonzert der Gruppe Godewind in Harpstedt hat einmal mehr ein großes Echo gefunden: Rund 300 Zuhörer ließen sich die sympathischen Botschafter des Nordens am Sonntag in der Christuskirche nicht entgehen, zumal Gründungsmitglied Shanger Ohl derzeit letztmalig mit seinen langjährigen Weggefährten tourt.

„Bereits seit 30 Jahren werden wir auf eine ganz besondere Reise in die Vorweihnachtszeit mitgenommen. Freuen Sie sich heute auf ein Konzert im Zeichen des 40-jährigen Bestehens von Godewind!“, stimmte Jürgen Hesse von der Kreiszeitung auf das Event ein.

Anlässlich der Jubiläumstournee servierte die Gruppe Lieblingsstücke ihrer Fans, die zuvor eingereicht worden waren. „Allerdings konnten wir nicht alle gewünschten Titel unterbringen. Deswegen werden wir einige davon in einem Medley präsentieren“, kündigte Frontfrau Anja Bublitz an. Die Musiker kredenzten ein stimmungsvolles, emotionsgeladenes Programm getreu der selbst ausgegebenen Devise „Keen Wiehnacht ohne . . .  Godewind“. Nach einem zünftigen Begrüßungs-„Moin“ von Schlagzeuger Heiko Reese nahm die Gruppe die Besucher mit auf eine musikalische Reise, die abwechselnd in hoch- und plattdeutscher Sprache durch das Adventsrepertoire führte.

„Wiehnachtstied“, „Wo is de Tied bloß bleben?“ und „Lies, ganz lies“ wechselten sich ab mit „Witte Wiehnacht“, „Winternebel“ sowie „Dat Paradies“ und „De Gutschienerie“. Die Pause versüßte der Freundes- und Förderverein der Christuskirche den Besuchern mit Wein und anderen Kaltgetränken. Kurz zuvor machte der Nikolaus seine Aufwartung und verteilte einige Geschenke. Schwungvoll ging es im zweiten Teil mit „Wiehnacht hölt uns tosamen“ und dem gefühlvollen „Sound of silence (Klang der Stille)“ weiter. Der ruhige Titel „Silberne Monde“ gehörte ebenfalls zum Wunschrepertoire. „Wir präsentieren ihn in einer akustischen Version, um die Nähe zu euch besser aufbauen zu können“, erläuterte Bublitz.

Für Erheiterung sorgte ein von Heiko Reese vorgetragenes plattdeutsches Gedicht mit der Botschaft, Gemütlichkeit gehe auch ohne Strom. Brandenden Applaus erntete das stimmgewaltig vorgetragene „Hallelujah“.

Dem demnächst aussteigenden Gründungsmitglied widmete die Sängerin das Lied „Keen Wiehnacht ohne Shanger“.

Anja Bublitz (Gesang, Flöte), Shanger Ohl (Gesang, Keyboard), Heiko Reese (Gesang, Schlagzeug, Percussion, Akkordeon) und Sven Zimmermann (Gesang, Gitarre, Bass) blieben ihrem Publikum in Harpstedt nichts schuldig. Als Gastmusiker stand ihnen der Hamburger Holly Petersen (Gitarre) unterstützend zur Seite.

Ohne Zugabe ließ das Publikum die Gruppe nicht ziehen. Mit „Insel für die Seele“ sowie „De Droom vun Wiehnacht“ ging ein emotionales Konzert voller Gänsehautmomente zu Ende. Abschließend wünschte Reese allen „eine entspannte Reise bis Weihnachten – ohne Hektik und Stress. Denn: Weihnachten kommt bestimmt“.

Bevor die sympathischen Musiker die Kirche endgültig verließen, gaben sie gern noch etliche Autogramme und ließen sich mit Fans fotografieren.

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