Dürresommer: Grundwasserentnahmen zunehmend nötig

Beregnung für den Kartoffelacker

Wasser marsch! Etwa sechs Stunden hat der Brunnenbau gedauert. Foto: Bohlken

Harpstedt – Das Unternehmen Remon aus den Niederlanden hat am Dienstag am Simmerhauser Weg in der Harpstedter Feldmark binnen etwa sechs Stunden einen Grundwasserbrunnen gebaut.

Dass diese Maßnahme etwas mit dem sich immer stärker offenbarenden Klimawandel zu tun habe, verschwieg Landwirt Jens-Uwe Wöhler, der Auftraggeber, nicht. Auf knapp 20 Hektar Ackerfläche, die seinem Schwiegervater Claus Grote aus Harpstedt gehören, baut er Kartoffeln für die Pommesherstellung an. Nach zwei Dürresommern in Folge, denen in diesem Jahr im ungünstigen Fall ein dritter folgen könnte, reichen die natürlichen Niederschläge nicht mehr aus, um den Wasserbedarf der Pflanzen zu decken und dabei zugleich den hohen Qualitätsanforderungen der Kartoffelabnehmer zu genügen.

„Die Pommeshersteller wollen Top-Ware. Auch deshalb muss bewässert werden“, so Wöhler. „Die Pumpe, die das Grundwasser fördert, soll ausgelegt sein für 50 Kubikmeter die Stunde. Sie fördert aus 35 Metern Tiefe. In diesem Bereich liegt die wasserführende Schicht“, erläuterte der Hackfelder. Für die Bewässerung komme ein Beregnungswagen zum Einsatz. In Hackfeld hat Wöhler „schon drei Beregnungen laufen“, verriet er. Er kenne mehrere Berufskollegen, die ebenfalls zuwässern. Für angebautes Getreide werde sicher kein Landwirt eine Beregnungsanlage bauen; bei Kartoffeln oder auch Zuckerrüben lohne sich das indes mittlerweile oftmals.  boh

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