Gleichstellungsbeauftragte Martina Wöbse erhält mehr Geld

Beratung auf vielen Ebenen

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse überreichte der Gleichstellungsbeauftragten Martina Wöbse in Anerkennung ihrer Arbeit einen Blumenstrauß. - Foto: Bohlken

Harpstedt - Rückwirkend zum 1. Januar 2016 bekommt die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Harpstedt 50 Euro mehr Geld im Monat. Bislang waren in ihrer Aufwandsentschädigung in Höhe von 350 Euro die Kosten für Fahrten innerhalb der Samtgemeinde inklusive. Nun nicht mehr. Die Neuregelung sieht eine Extra-Pauschale für diese Fahrten in Höhe von 50 Euro vor.

Schon seit 2004 wirkt Martina Wöbse als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde. Am Donnerstag trug die 57-Jährige einen Rechenschaftsbericht während der Ratssitzung im Hotel „Zur Wasserburg“ vor. Die Angelegenheiten, mit denen sie sich beschäftige, seien nicht nur vor dem Hintergrund frauen-, sondern gesellschaftspolitischer Probleme zu sehen. 

Sie arbeite sehr bedarfsorientiert und übe ihr Ehrenamt nach wie vor gern aus. Die Beratungstätigkeit nehme einen großen Raum ein. In den Gesprächen, die sie selbstverständlich vertraulich behandle, seien Trennung und Scheidung, Arbeitslosigkeit, Rückkehr in den Beruf, Kinderbetreuung und Wohnungssuche, aber auch Gewalt innerhalb der Familie, Mobbing und Stalking wiederkehrende Themen. Die telefonische Beratung stehe „an erster Stelle“. Für intensivere Gespräche würden ein oder auch mehrere Termine vereinbart. Rechtsverbindliche Auskünfte dürfe sie nicht geben, stellte Wöbse klar. Oftmals leiste sie Unterstützung zur Selbsthilfe und versuche, „einen Lösungweg anzubieten“ oder mit den Ratsuchenden zu erarbeiten. Die Vernetzung sei ein wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit.

Erwähnung fanden auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Teilnahme an Seminaren und von der Gleichstellungsbeauftragten unterstützte Veranstaltungsangebote. Seit Anfang 2006 ist Wöbse mit einer eigenen – mit der Website der Samtgemeinde verlinkten – Homepage im Internet vertreten und per E-Mail erreichbar. Innerhalb der Samtgemeindeverwaltung wird sie an allen Personalentscheidungen beteiligt. Auf die Frage von Werner Richter (HBL) nach Wünschen für ihre Arbeit formulierte Wöbse einen weiteren Ausbau der Betreuungsangebote als Ziel, auch in Kooperation mit der Jugendpflege (JuH). - boh

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