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Sonnenstein kommt zurück nach Colnrade

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Von: Jürgen Bohlken

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In Beckstedt steht nur eine Replik des originalen Sonnensteins.
In Beckstedt steht nur eine Replik des originalen Sonnensteins. © Heimatbund zwischen Dehmse und Hunte

Colnrade – Leader-Mittel erhofft sich die Gemeinde Colnrade für das Colnrader Dorfgemeinschaftshaus. Das Gemeindezentrum könnte schon bald eine museale Attraktion beherbergen: den Beckstedter Sonnenstein. Und zwar das Original.

Die Gemeinde hat nach Angaben von Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann eine Förderung aus dem Leader-Programm für Vorhaben am Colnrader Dorfgemeinschaftshaus (DGH) mit einem Gesamtvolumen von rund 140.000 Euro beim Leader-Management des Landkreises Oldenburg beantragt. Das Maßnahmenpaket beinhalte die Sanierung von Heizung, Elektrik, Türen und der Herrentoilette, zudem die Anschaffung von Kommunikationsanlagen und Mobiliar.

Neue Nutzungen für Schulungsraum

Mit einer 65-prozentigen Förderung werde gerechnet. Wenn der Feuerwehrhaus-Neubau stehe, benötigten die Brandschützer den Schulungsraum im DGH nicht mehr. „Wir wollen daraus einen Raum machen, der dem ganzen Dorf zugutekommt, zumal wir echte Bedarfe haben. Wir könnten uns dort unter anderem einen Treff für Senioren vorstellen. Das gibt dieses Gebäude, das immer noch den Charme der früheren Schule hat, ja auf jeden Fall her“, so Wilkens-Lindemann.

Exponat als Dauerleihgabe

Außerdem solle in absehbarer Zeit in einer Vitrine im DGH der Beckstedter Sonnenstein – als Dauerleihgabe – ausgestellt werden. An der Rückholung des Originals aus dem Landesmuseum Schleswig-Holsteins nach Colnrade arbeite die Gemeinde in Kooperation mit dem Vorsitzenden des Heimatbunds zwischen Dehmse und Hunte, Gerold Schäfer, Samtgemeindearchivpfleger Günter Kastendieck und weiteren Einzelakteuren.

Landesmuseum macht Vorgaben

„Der Stein wiegt rund 650 Kilogramm. Ihn unter Wahrung eines musealen Charakters inklusive Erläuterungen zur Geschichte im DGH-Foyer unterzubringen, ist schon eine Herausforderung. Wir arbeiten schon seit fast drei Monaten daran, wie wir das umsetzen. Das hatte ich mir, ehrlich gesagt, etwas einfacher vorgestellt. Das Landesmuseum fordert natürlich einen bestimmten musealen Standard ein. Auch eine Restauratorin ist in das Projekt involviert. Einen Vitrinenbauer haben wir schon seit längerer Zeit“, erläuterte die Bürgermeisterin.

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