Beckstedt: SoLaWisten ernten und räumen auf

Etwas ganz anderes, „als im eigenen Garten zu wühlen“

Gar nicht so einfach: Gänse werden in die „richtige“ Richtung dirigiert.
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Gar nicht so einfach: Gänse werden in die „richtige“ Richtung dirigiert.

Beckstedt – Zum Ernten und Aufräumen haben sich dieser Tage zahlreiche Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) „Wildes Gemüse Beckstedt e.V.“ auf dem Gemüsefeld getroffen. Rot-weiße Fähnchen wiesen ihnen den Weg. Sie markierten, wo es das letzte Gemüse zu ernten gab und Pflanzenreste aus der Erde gezogen werden wollten.

Bei schönem Wetter hielten die Mitglieder Ausschau nach grünen Muskatkürbissen, Butternut und Patisson. Auch Bohnen und Snackgurken gehörten zur „Ausbeute“. An kleinen angefressenen Maiskolben durften sich hingegen die Hühner gütlich tun – für sie eine willkommene Sonderration.

Man tauscht Kochrezepte und Erfahrungen aus, auch Lebenserfahrungen. Und jeder tut so viel, wie er oder sie kann und mag.“

Gisela Brand

Dank des Anpackens vieler fleißiger Hände ging die Arbeit gut voran. Gespräche untereinander ließen die Zeit gefühlt wie im Flug vergehen. „Das gemeinsame Arbeiten ist etwas ganz anderes, als allein in seinem eigenen Garten in der Erde zu wühlen. Und man lernt immer wieder Neues“, spricht SoLaWistin Gisela Brand aus Erfahrung. Sie nennt sogleich ein Beispiel für einen solchen Erkenntnisgewinn: „Mit den Wurzeln des Ampfers lassen sich Stoffe gelb färben. Wer weiß das schon?“

Was Gisela Brand an der Gemeinschaft der SoLaWisten schätzt, gibt sie gern preis: „Man hilft sich gegenseitig, wenn etwa das Beikraut zu widerspenstig ist und nicht aus der Erde will, denn ein großer Wurzelstecher ist zwar hilfreich, aber nicht in jedem Haushalt zu finden. Man tauscht Kochrezepte und Erfahrungen aus, auch Lebenserfahrungen. Und jeder tut so viel, wie er oder sie kann und mag.

SoLaWisten auf dem Gemüsefeld bei der Arbeit.

Der gemeinsame Ernte- und Aufräumeinsatz bot am Rande Gelegenheit, zusammen mit den eigenen Kindern die Gänse des Biohofes Dolling auf eine neue Weidefläche zu treiben. „Diese nicht alltägliche Erfahrung ließ neue Talente entdecken“, erzählt Gisela Brand. „Denn nur durch geschicktes Treiben mithilfe langer Äste gelingt es, die Tiere in die richtige Richtung zu dirigieren. Am Ende des langen Fußmarsches wartete auf die Gänse eine schöne Kleewiese.“

Nach getaner Arbeit folgte direkt neben Gemüsefeld und Hühnerauslauf das Eindecken für die Kaffeetafel: „Der mitgebrachte Kuchen sowie Quiche und Brot mit Zwiebelaufstrich schmeckten hervorragend. Landwirt Rene Dolling ließ die Kinder noch mal auf dem Trecker mitfahren. Einmal mehr hat sich bewiesen, dass eine SoLaWi viel mehr bedeutet als nur eine wöchentliche Gemüsekiste für die SoLaWisten“, resümiert Brand.

Termin zum Vormerken

Wer nun neugierig auf die SoLaWi Wildes Gemüse Beckstedt geworden ist, kann sich auf der Homepage oder per Mail an wildes.gemuese@posteo.de näher informieren.

„Vormerken kann man sich auch den 20. November“, empfiehlt Gisela Brand. Dann werde eine Anmeldung für das kommende Erntejahr – von April 2022 bis März 2023 – möglich sein.

Weitere Infos unter: solawi-wildes-gemuese.de

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