Kirchseelte

Bebauung stünde nicht im Einklang

Kirchseelte - Auf eine Mitteilung von Bürgermeister Klaus Stark während der jüngsten Sitzung des Rates, wonach die Gemeinde Kirchseelte plane, den Bereich östlich der Straße „Holzkamp“ in Kirchseelte - vom Gelände der Delmenhorster Eisenbahn (DHE) GmbH und dem Siedlungsbereich „An der Bahn“ bis zum Groß-Ippener-Weg - als Baufläche auszuweisen, hat Anwohner Reinhard Rambusch reagiert: Eine solche Bauleitplanung widerspräche den geltenden Bauleitvorschriften der Kommune, gibt er zu bedenken.

Fläche zum Schutz von Natur und Landschaft

Der Bebauungsplan „Eschenweg“ (Nr. 17) lege für den in Betracht gezogenen Bereich fest, „dass die Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft vorzusehen ist“. Dort sei (...) der gesamte Vegetationsbestand zu erhalten. Und die Baum- und Strauchschicht sei durch geeignete Maßnahmen in Richtung einer „potenziell natürlichen Vegetation (Stieleichen, Birkenwald) entsprechenden Artenzusammensetzung zu entwickeln“.

In diesem Zusammenhang, so Rambusch weiter, sei „unter den so gegebenen Voraussetzungen die Fläche in die Berechnung der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen für die Genehmigung des B-Planes Nr. 17 aufgenommen“ worden. Der Einwender und frühere Kirchseelter Bürgermeister bittet darum, „von weiteren Überlegungen zur Bebauung der betreffenden Fläche Abstand zu nehmen“ und die bauplanungsrechtlichen Vorgaben des B-Plans „ohne Einschränkungen zu beachten“.

Bürgermeister dankt Rambusch für Hinweis

Klaus Stark hat bereits geantwortet - und Rambusch in der Sache Recht gegeben. Allerdings gebe es im Augenblick noch keinerlei Planungen, die genannte Fläche am Bahnhof zu bebauen, sondern nur einen Antrag der SPD, ein solches Vorhaben zu diskutieren. „Trotzdem war es mir wichtig, bei der Ratssitzung bereits jetzt schon darauf hinzuweisen“, heißt es in dem Antwortschreiben. 

Umso bedeutsamer sei es, „bereits zum jetzigen Zeitpunkt Informationen zu erhalten, die einem solchen Projekt entgegenstehen könnten“. Stark dankt Rambusch ausdrücklich für seinen Hinweis. Er sieht darin einen Beitrag, „eine Verschwendung von zeitlichen und finanziellen Ressourcen“ zu verhindern. Im Übrigen habe ihn Jürgen Niermann, der auch schon Kirchseelter Bürgermeister war, ebenfalls auf das Thema aufmerksam gemacht. Der Gemeinderat sei generell auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

„Man kann nicht alles wissen, und man kann auch nicht immer überall sein. Das Zusammenspiel aus interessierten Bürgern und der Politik macht es gerade auf unserer Ebene erst möglich, dem einzelnen Bürger und der Gemeinschaft weitestgehend gerecht zu werden“, bekräftigt Klaus Stark. Zugleich bedauert er in seinem Schreiben an Reinhard Rambusch: „Leider wird ein solcher Austausch von zu wenigen Einwohnern gesucht.“  

boh

Rubriklistenbild: © dpa

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