Baustellenampel an der Amtsfreiheit verschwindet voraussichtlich morgen

Behindertengerechte Haltestelle: Busbucht ist weg

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Die Pflasterarbeiten im Bereich der umgestalteten Haltestelle sind abgeschlossen.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Behindertengerecht umgebaut worden ist in Fahrtrichtung Wildeshausen die Bushaltestelle „Redekerweg“ an der Amtsfreiheit in Harpstedt. Nach Auskunft der beauftragten Baufirma wird die Baustellenampel voraussichtlich am morgigen Freitagverschwinden. Der Verkehr kann dann wieder ungehindert auf der Harpstedter Ortsdurchfahrt (L338) fließen.

Die Maßnahme, für es die üppige Zuschüsse seitens des Landes Niedersachsen und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) gibt, kommt teilweise einem Rückbau gleich. Die Haltebucht ist verloren gegangen. Der Bus hält nun auf der Fahrbahn. Das passt durchaus in die Philosophie des ZVBN und des VBN. Die Verbände versprächen sich davon ein Stück weit Verkehrsberuhigung, weiß Bernhard Springer, stellvertretender Geschäftsführer der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn (DHE) GmbH.

Dass die Busse generell in zunehmendem Maße wieder auf Fahrbahnen halten, ist aber in erster Linie ein Ergebnis schon häufig kritisierter Vorschriften: Neue Richtlinien machen Busbuchten von enormer Länge (88,6 Meter) nötig, damit diese auch von langen Gelenkbussen problemlos angefahren werden können.

Der große Vorteil der an der Amtsfreiheit umgestalteten Haltestelle ist die „höhergelegte“ und mit Kappsteinen versehene Wartezone, die nun 19 Zentimeter über dem Niveau der Fahrbahn liegt. Dadurch gelangen die ÖPNV-Nutzer fast barrierefrei in die Niederflurbusse. Für gewöhnlich wird sogar das „Kneeling“ entbehrlich. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, die modernen Fahrzeuge auf Knopfdruck einseitig abzusenken. Auch das Ausklappen der Bühne für Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen ist im Regelfall nicht mehr erforderlich, da sich die kleine Schwelle recht mühelos überwinden lässt. Ein weiteres Gestaltungsmerkmal im Interesse von Menschen mit Handicap sind die im Zuge des Umbaus geschaffenen Rillen in der Aufstellfläche, an denen sich Menschen mit Sehbehinderungen orientieren können.

Die eine Baustelle ist weg, die nächste kommt – allerdings nicht sofort: Die beauftragte Firma Borchers aus Surwold geht erst in den Betriebsurlaub. Um den 5. August herum will sie dann auch die Haltestelle auf der oberen Freistraße in Richtung Harpstedt-Ortsmitte umbauen – und zwar in der Art und Weise, wie an der Amtsfreiheit geschehen. Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen hatte der ZVBN mit 64680 Euro angegeben. 75 Prozent trägt das Land. Den Rest teilen sich der Flecken Harpstedt und der ZVBN. 11000 Euro hat die Gemeinde in den Haushalt 2015 eingestellt, um ihren finanziellen Beitrag leisten zu können.

Beide Haltestellen werden mit Wartehäuschen versehen. An der oberen Freistraße ist überdies die Installation von Bügeln als Fahrradständer vorgesehen. An der Amtsfreiheit muss darauf hingegen zum Bedauern des Fleckens mangels Platz verzichtet werden.

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