Baumaßnahme an der Oberschule hat begonnen / Haushaltsmittel reichen dicke

Neue Fassade schlägt mit rund 310000 Euro zu Buche

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Die Sanierung läuft. Die ersten Klinker sind runter.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Die Sanierung der Oberschul-Westfassade in Harpstedt hat begonnen – und das Vechtaer Unternehmen Otto Busch zahlreiche Klinker bereits „abgekloppt“. Klaus Viehmeier aus dem Bauamt der Samtgemeinde erwartete für heute (Mittwoch), spätestens morgen, den Gerüstbauer. Die Kosten werden sich nach seiner Einschätzung unter dem veranschlagten Niveau von etwa 330000 Euro bewegen (im März waren sogar noch 421000 Euro geschätzt worden). Darauf deutet das Ausschreibungsergebnis hin.

Die Rohbauarbeiten schlagen mit rund 80000 Euro zu Buche, und der Fensterbau erfordert etwa 154000 Euro. Hinzu kommen Maler-, Elektriker- und Dachdeckerarbeiten. Das sei aber letztlich „Kleinkram“ und dürfte nach Einschätzung Viehmeiers in der Summe nicht mehr als 10000 Euro ausmachen. Außerdem fallen rund 5000 Euro für den Sicherheitskoordinator, 15000 Euro für die „Standsicherheit“ und etwa 46000 Euro für die Objektplanung an.

Macht summa summarum rund 310000 Euro. Damit zeichnet sich ab, dass die Samtgemeinde Harpstedt locker mit den Haushaltsmitteln in Höhe von 580000 Euro auskommt.

Ursprünglich war – wie berichtet – eine andere Form der Sanierung avisiert worden. Die Verwaltung hatte eine Vorhangfassade ins Auge gefasst und dazu verschiedene Optionen präsentiert. Der Politik wollte aber keine davon so richtig schmecken, vor allem wegen der erwarteten hohen Kosten. Sie ließ daraufhin zusätzlich die Aufwendungen für eine konventionelle Verblendfassade durchrechnen. Die wird nun realisiert und kommt tatsächlich ganz erheblich günstiger.

Für gewöhnlich versuchen Kommunen, Winterbaustellen zu vermeiden. Im Falle der Westfassadensanierung hat es sich indes im Ausschreibungsergebnis für die Samtgemeinde bezahlt gemacht, die Aufträge nicht – wie ursprünglich angedacht – vor den Sommerferien, sondern etwas „verspätet“ zu vergeben.

Jetzt, in den Herbstferien, werde zunächst das erledigt, „was Krach macht“, sagte Klaus Viehmeier auf Nachfrage unserer Zeitung. Die alten Klinker kämen runter. Die Innenschale bleibe stehen. Reiche die Zeit aus, würden in den Ferien auch bereits die Konsolen gesetzt.

Im Anschluss tauscht die Firma Kurre aus Harkebrügge die 36 maroden alten Fenster gegen neue mit Dreifachverglasung, Alu-Rahmen und außenliegendem Sonnenschutz aus. „Dies geschieht sektionsweise, damit nicht alle betroffenen Klassen auf einmal, sondern immer nur zwei verlegt werden müssen. Mit der Schulleitung ist das bereits vorbesprochen worden. Eine detaillierte Abstimmung folgt nach den Herbstferien“, erläuterte der Baufachmann. Sind die Fenster drin, ist das Schlimmste überstanden.

„So wahnsinnig viele Gewerke sind‘s ja nicht bei dieser alles in allem recht übersichtlichen Baumaßnahme“, weiß Viehmeier.

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