Wohngebiet „Am Buchenhain“: Rat legt Preise fest / Dünsener werden zuerst berücksichtigt

Bauland für 82 und 93 Euro je Quadratmeter

„Am Buchenhain“ heißt nicht nur diese Straße, sondern auch das neue Wohngebiet. Mit Blick auf die Erschließung hakt es noch.
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„Am Buchenhain“ heißt nicht nur diese Straße, sondern auch das neue Wohngebiet. Mit Blick auf die Erschließung hakt es noch.

Dünsen – Für 82 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließung wird die Gemeinde Dünsen jene Baugrundstücke im neuen Wohngebiet „Am Buchenhain“ veräußern, auf denen Einfamilienhäuser mit jeweils bis zu zwei Wohnungen möglich sind. Für die Flächen, auf denen zweigeschossige Gebäude mit bis zu vier Wohnungen entstehen dürfen, hat der Rat den Quadratmeterpreis auf 93 Euro festgesetzt; die Erschließung ist wiederum inklusive.

In der Gemeinderatssitzung am Montagabend in der Zufluchtskirche ging es auch um die Vergabekriterien. Die insgesamt vierstündige Beratungsdauer lässt erahnen, dass die Fraktionen – die SPD und die Dünsener Bürgerliste (DBL) einerseits sowie die Wählergemeinschaft Dünsen (WGD) andererseits – diesbezüglich sehr unterschiedliche Positionen vertraten. Das hatte sich schon im Vorfeld aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von SPD und DBL herauslesen lassen, zumindest zwischen den Zeilen. Bürgermeister Hartmut Post sagte dazu auf Nachfrage unserer Zeitung mit Verweis auf die nichtöffentliche Sitzung kein Wort. Er beschränkte sich auf die Bekanntgabe der Ergebnisse. Für die Vergabe der Grundstücke gelte das Zugriffsverfahren. Die Bauwilligen aus Dünsen würden bevorzugt berücksichtigt. „Sie werden zuerst ,bedient’. Danach verkaufen wir selbstverständlich auch an auswärtige Interessenten. Es ist so viel Bauland da, dass jeder Dünsener, der ein Grundstück erwerben möchte, auch eins bekommt“, versicherte Post.

Gleichwohl staune er noch immer über das große Interesse – gerade von Einwohnern aus der eigenen Gemeinde: „Es ist wohl noch nie vorgekommen, dass so viele Dünsener bauen wollen; die ersten haben sich schon 2017 um Grundstücke beworben.“

Baukindergeld nicht gefährdet

Insgesamt seien 28 Bauplätze zu vergeben, darunter zwei, auf denen zweigeschossige Mehrfamilienhäuser realisiert werden können. „Wir werden in den Kaufvertrag einige verpflichtende Dinge aufnehmen. Die Käufer müssen die erworbenen Grundstücke zwingend innerhalb von drei Jahren bebauen. Nur für die Einfamilienhäuser gilt außerdem: Die Käufer müssen selbst einziehen, haben aber die Möglichkeit, eine zweite Wohnung, die ja im Gebäude möglich wäre, zu vermieten“, so der Bürgermeister.

Post bedauerte es nach eigenem Bekunden sehr, dass die Erschließung noch auf sich warten lässt: „Es hakt da einfach. Viel wird auf Corona geschoben.“ Zunächst müsse der Abwasserverband den Abriss eines Gebäudes veranlassen, das zum früheren Klärwerk gehört habe. Dort soll bekanntlich das erforderliche Regenrückhaltebecken entstehen. Nach Auskunft des Wegezweckverbandes Syke müsse das Gelände „sauber“ sein, „ehe man loslegen kann“, berichtete Hartmut Post. Aktuell verhindert also der noch ausstehende Abriss den Beginn der Erschließung.

Gleichwohl beginnt die Gemeinde nun bereits mit dem Verkauf der Baugrundstücke. Hartmut Post liegt daran, dass Familien nicht die Möglichkeit verwehrt wird, Baukindergeld in Anspruch zu nehmen. „Dafür müssen die Betreffenden noch in diesem Jahr eine Baugenehmigung erwirken und spätestens 2023 in den Neubau einziehen“, erläuterte er.

Das künftige Wohngebiet sei vermessen. Es gebe Flurstücknummern. Von daher stehe der Beantragung der Baugenehmigungen nichts mehr im Wege.

Von Jürgen Bohlken

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