Bokelmann hält „auf den Stock setzen“ in der Feldmark für geboten

„Bäume stehen zu dicht beieinander“

An Stellen wie diesen seien sich die Bäume einfach zu nah, moniert der frühere Bürgermeister.
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An Stellen wie diesen seien sich die Bäume einfach zu nah, moniert der frühere Bürgermeister.

Harpstedt – Die Pflege der begrünten Wegeseitenränder werde „etwas vernachlässigt“ – so zumindest der Eindruck von Hermann Bokelmann, nachdem er sich dieser Tage am Simmerhauser Weg in Harpstedt umgeschaut hat. In einem Schreiben an Gemeindedirektor Ingo Fichter untermauert er seine Einschätzung mit einem beigefügten Foto. Darauf sei zu erkennen, dass „Büsche sich zu Bäumen entwickelt haben“ und jetzt „zu dicht zueinander stehen“. Während seiner Zeit im Gemeinderat sei es gängige Praxis gewesen, sie auf den Stock zu setzen, „damit sie wieder neu durchgrünen“.

Besonders darauf geachtet hätten zu jener Zeit Revierförster Eberhardt Guba und der damalige Bauamtsleiter Harro Hartmann. „Deren Rat und Erfahrung dürften auch heute noch angebracht sein“, meint Bokelmann. Die ganze Feldmark habe er nicht „abfahren“ können; er gehe aber davon aus, dass an anderen Wegen ebenfalls solche Entwicklungen zu beobachten seien, und rät dazu, den Bewuchs zu überprüfen.

Die Begrünung der Harpstedter Feldmark hält der frühere Fleckenbürgermeister indes keineswegs für kritikwürdig, ganz im Gegenteil; sie könne beispielgebend für andere Gemeinden sein. Vor diesem Hintergrund habe er sich schon gewundert über einen zwei Jahre zurückliegenden Antrag einer Ratsfraktion, der zum Ziel gehabt habe, „sich aus Dötlingen Anregungen für die Harpstedter Feldwege zu holen“.

Dass Bokelmann der Arbeit des Klimaprojektteams „freiraum“ nicht viel abgewinnen kann, vor allem nicht vor dem Hintergrund geflossener Fördergelder der öffentlichen Hand in sechsstelliger Euro-Höhe, ist kein Geheimnis. Eine „Spitze“ in diese Richtung findet sich auch in dem Schreiben an Fichter wieder.

Bokelmanns Überzeugung: „Der Flecken leistet mit den auf Kosten der Gemeinde bepflanzten Wegeseitenrändern Jahr für Jahr mehr für den Klimaschutz, als die Presse-Aktivitäten von ,freiraum’ je erreichten.“ Die Bedeutung des Klimaprojektladens an der unteren Freistraße hätte der Harpstedter gern mal kritisch hinterfragt: „Dass die Samtgemeinde Harpstedt dafür noch die Miete bezahlt, darüber wundern sich manche Steuerzahler.“  boh

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