Autor und Liedermacher Wolfram Eicke präsentiert seine Werke den Schülern der Haupt- und Realschule Harpstedt

Ein „Hippie mit preußischer Disziplin“

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Wolfram Eicke präsentierte am Dienstag vor einigen Schülern der Haupt- und Realschule Harpstedt seine Kinder- und Jugendbücher.

Harpstedt - Einen schnellen Zugang zum Publikum finden und es für seine Arbeit sowie Ideen zu begeistern, das ist der Wunschtraum jedes Redners. Oft gelingt das aber nicht. Der 59-Jährige Wolfram Eicke schaffte es jedoch innerhalb weniger Minuten, am Dienstag die Aufmerksamkeit der Schüler der Haupt- und Realschule Harpstedt zu bekommen. Nach einer Vorstellungsrunde griff der Autor und Liedermacher erst mal zu seiner Gitarre. Bei seiner Eigenkomposition „Wo kommt der Dreck unter den Fingernägeln her?“ sangen und klatschten die Kinder lautstark mit. „Er kommt eigentlich immer gut an“, berichtete die Konrektorin Ute Hege. Die gestrige Veranstaltung war nicht der erste Auftritt von Eicke in Harpstedt.

Eigentlich ist Wolfram Eicke gelernter Journalist und trampte vor seiner Ausbildung als Straßenmusiker durch Europa. Vor 23 Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch und 36 weitere sollten folgen. „Meine Freunde nennen mich gern einen Hippie mit preußischer Disziplin“, sagte Eicke, Er schreibt unermüdlich und komponiert Lieder. Dabei legt er sich nicht auf ein Genre fest, wie der 59-Jährige am Dienstag den Schülern zeigte. Mal hielt er eines seiner Bilderbücher in die Höhe, dann einen Jugendroman. Aber auch Erwachsenenliteratur gehört zu seinem Repertoire. „Meine Arbeit ist eben wie ein Gemischtwarenladen“, erklärte Eicke. Welche Werke er bei seinen zahlreichen Lesungen zum Besten gibt, entscheide er immer aus dem Augenblick. „Solche Veranstaltungen sind auch eine gute Gelegenheit, um unveröffentlichte Texte zu präsentieren.“

Die Lesung war die zweite ihrer Art in diesem Jahr, die die Schule zusammen mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis und dem Förderverein veranstaltete. Ziel ist es, die Lust am Lesen bei den Schülern zu fördern.

Und genau das ist auch die Zielsetzung bei Eicke. Es freue ihn immer, wenn er das Interesse der Kinder an Büchern wecken kann. „Es hat sich sogar eine junge Frau bei mir gemeldet, in deren Schule ich vor Jahren eine Lesung hatte“, erzählte Eicke. Sie schrieb, dass sein Auftritt ihr die Inspiration gegeben hat, selbst Autorin zu werden. „Sie arbeitet gerade an ihrem ersten Buch.“

fio

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