„Attacke“ auf Voliere in Harpstedt

Elke Meineke sorgt sich erneut: Wer will ihren Vögeln Böses?

Der äußerst zutrauliche Graupapagei Nico hat sich von dem schon im Sommer erlittenen Schrecken erholt – zur großen Erleichterung seines Frauchens.
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Der äußerst zutrauliche Graupapagei Nico hat sich von dem schon im Sommer erlittenen Schrecken erholt – zur großen Erleichterung seines Frauchens.

Harpstedt – Ein Leben ohne ihre gefiederten Freunde kann sich Elke Meineke nicht vorstellen. Aber es gibt da offenbar jemanden, der sich an den Tieren so sehr stört, dass er ihnen sogar Leid zufügt.

Seit gefühlt zehn Jahren hält die Harpstedterin Vögel. Der zutrauliche Graupapagei Nico setzt sich gern auf ihre Schulter, holt sich ein paar Streicheleinheiten ab und wirft Frauchen fast zärtliche Blicke zu. Viel Aufmerksamkeit schenkt die Logering-Anwohnerin auch ihren Wellensittichen, Kanarienvögeln und Wachteln in der Außenvoliere. Elke Meineke weiß um die Geräuschkulisse, die von den Vögeln ausgeht. Weil ihr daran lag, die Lärmemissionen zu mindern, hatten sie und ihr Lebensgefährte Wiard Rüter entschieden, die Seiten der Voliere zu verkleiden. Am 16. September sorgte Volierenbauer Dennis Worth aus Marklohe zusätzlich für eine fachmännische Überdachung mitsamt Regenrinne. Die Freude darüber währte nur kurz. Gerade mal acht Tage später war der erste Schaden zu beklagen. „Mutwillig herbeigeführt“, sagt Elke Meineke.

Wellensittiche, Kanarienvögel und Wachteln hält Elke Meineke in ihrer Außenvoliere.

Gegen 22 Uhr schepperte es am 24. September aus Richtung Voliere richtig heftig. „Nach meiner Erinnerung zweimal“, erzählt die Harpstedterin. Ihr Lebensgefährte ging der Sache sofort nach. Sekunden später war er draußen, konnte dort aber nichts Verdächtiges und niemanden wahrnehmen – weder auf dem Grundstück noch auf der Straße. Irgendwer aber hatte die Volierenüberdachung „traktiert“. Das verriet die verbogene und an einer Stelle durchtrennte Regenrinne. „Da hat offenbar jemand mit einem Spaten, einer Schaufel oder dergleichen draufgeschlagen“, vermutet Elke Meineke. Der Kostenvoranschlag sei zwar noch nicht da, aber die Reparatur werde sicherlich mit ein paar hundert Euro zu Buche schlagen, schätzt sie.

Wellensittiche tagelang verängstigt

Viel mehr Gedanken macht sich die Vogelliebhaberin um das Wohl ihrer gefiederten Freunde. Den Wellensittichen sei es nach der Attacke auf ihre Behausung richtig schlecht gegangen. Sie hätten sich im Stress am Gitter festgekrallt und seien bei Annäherung und Öffnen der Voliere tagelang nervös umhergeflattert. Im Sommer hatte Wiard Rüter schon zweimal verdächtige laute Geräusche vernommen. Im August erschrak Graupapagei Nico deswegen dermaßen, dass er gegen ein Fenster flog und sich verletzte. „Er konnte zwei Wochen nicht mehr allein fressen. Wir mussten ihn mit breiiger Nahrung füttern“, erzählt Elke Meineke. Zum Glück habe sich ihr Nico wieder erholt.

Vor drei Jahren: Voliere offen, Vögel weg

Den Vorfall vom 24. September hat die Harpstedterin bei der Polizei angezeigt. Die Sorge um ihre Vögel treibt sie um. Dass ein Wildfremder aufs Grundstück gekommen ist und seine Wut an der Voliere ausgelassen hat, ist nicht auszuschließen. Sollten nachbarschaftliche Differenzen wegen der Geräuschkulisse der Grund für die Aggression gewesen sein, was deutlich plausibler anmutet, muss es nach Überzeugung von Elke Meineke einen Weg geben, den Disput auf vernünftige Art und Weise beizulegen. Sie ahnt zwar, wer ihren Vögeln Böses will, äußert ihren Verdacht aber nicht öffentlich, weil ihr die Beweise fehlen.

Viel gewonnen wäre aus ihrer Sicht, wenn der Täter oder die Täterin das eigene Verhalten mal selbstkritisch hinterfragte und sich die Schändlichkeit des Handelns ehrlich eingestünde. In die Kategorie Tierquälerei ordnet Elke Meineke auch einen Vorfall vom Jahreswechsel 2017/18 ein: Damals büxten rund ihrer 20 Vögel aus, weil jemand absichtlich die Volierentür geöffnet hatte.

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