Arbeiten für die Hegerings-Chronik schreiten voran / Suche nach Zeitzeugen

Das Sammeln von Geschichten geht weiter

+
Der jetzt 92-Jährige Heinrich Haske (2.v.r.) aus Beckeln stellte dem Arbeitskreis diese alte Aufnahme zur Verfügung.

Harpstedt - Von Sophie Filipiak. Die Anfangsphase war schwierig, gestehen Heinz Nienaber und Reimer Grape vom Hegering Harpstedt. Sie arbeiten mit anderen Mitgliedern zusammen an einer Chronik der Vereinigung. Dabei müssen sie viel Überzeugungsarbeit bei den Jägern leisten und Unmengen an Daten sammeln.

Während der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr trug Heinz Nienaber die Idee vor, eine Chronik des Hegerings zu veröffentlichen. Es gründete sich ein Arbeitskreis, bestehend aus Heiner Cordes, Reimer Grape, Gert Weidenhöfer, Heinz Witte, Bernhard Wöbse und Nienaber. Seitdem treffen sich die Mitglieder alle zwei Monate. „Hegeringsleiter Rudolf Alfken ist dabei immer ein gern gesehener Gast“, sagt Nienaber.

Das Team arbeitet eng zusammen, wobei sich Nienaber gern als „der Mann für das Grobe“ bezeichnet. Er leistet vor allem Überzeugungsarbeit bei den Jägern. Jedes Revier soll die Chance erhalten sich zu präsentieren.

Die Texte aus den Revieren Harpstedt, Klein Henstedt, Reckum, Hölingen, Klosterseelte, Holzhausen-Brammer und Groß Köhren sowie aus den Eigenjagden Köhler Holzhausen, Thöle Beckeln, Wöhler Hackfeld und Wendland Rüdebusch liegen bereits vor. Jedoch besteht das Gebiet des Hegeringes aus mehr als 50 Revieren. Es wartet also noch einige Arbeit auf die Chronisten.

Rolf Rohlfs hat bereits einen Text über die Bedeutung der Jagd seit Anbeginn der Menschheit bis zum heutigen Hegering fertiggestellt. Dieser soll die Einleitung der Chronik bilden.

„Zeitgeschichte des Hegerings Harpstedt“, so lautet der vorläufige Titel des Werkes. „Wir finden den Begriff ‚Chronik‘ abgedroschen“, erklärt Nienaber. Es sei das Ziel der Arbeitsgruppe, dass auch Nicht-Jäger das Buch kaufen. „Es soll eine lebendige Darstellung werden“, stellen sich Nienaber und Grape vor. Dafür sorgen sollen insbesondere Anekdoten. Die ehrenamtlichen Helfer sind vor allem auf alte Zeitungsberichte angewiesen, die sie von Jägern oder auch von Privatpersonen erhalten. Bei gemeinsamen Treffen können Zeitzeugen von ihrem Erlebten berichten. „Vor allem die ältere Generation der 80- bis 90-Jährigen erzählt gern, wenn wir sie fragen“, sagt Grape. „Langsam werden die Leute neugierig auf das Projekt und kommen auf uns zu“, berichtet er. „Aber der richtige Schub ist noch nicht da.“

Die Arbeiten an der Chronik werden noch mindestens ein Jahr dauern, ist sich Heinz Nienaber sicher. Die Mitglieder des Arbeitskreises wollen alle Texte sorgfältig aufarbeiten. „Wir wollen neben den alten Aufnahmen auch Bilder der Harpstedter Landschaft einbauen“, erklärt Grape. Solche Aufnahmen nimmt der Arbeitskreis gern entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Heidekreis-Feuerwehr hilft in Hochwasser-Region

Heidekreis-Feuerwehr hilft in Hochwasser-Region

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Kinderstadtfest zum Ende der Sommerferien

Kinderstadtfest zum Ende der Sommerferien

Studie: Zehn Berufe, die vom Aussterben bedroht sind

Studie: Zehn Berufe, die vom Aussterben bedroht sind

Meistgelesene Artikel

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

„Becker“-Filiale bei Stratmeyer

„Becker“-Filiale bei Stratmeyer

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

Kommentare