Apfeltag auf Hof Wendbüdel: Mit Profi-Pomologen und Nachwuchs-Saftern

Im Paradies der Baumfrüchte

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Zahlreiche Apfelliebhaber pilgerten zum Stand des Syker Pomolgen Henning Greve, um Äpfel aus dem eigenen Garten nach ihrer Sorte bestimmen zu lassen.

Klein Henstedt - Von Anja Nosthoff. Im Apfelparadies wähnten sich am Sonnabendnachmittag die Besucher des Apfeltags auf dem BUND-Hof Wendbüdel am Rand der Klein Henstedter Heide. Unzählige verschiedene Sorten des Obstes ließen sich bewundern und probieren. Das Highlight für die kleinen Besucher war die Betätigung am Apfelschredder und an der Saftpresse.

Es gab jedoch neben den Baumfrüchten noch mehr zu entdecken: Schafsvliese zum Fühlen und Riechen, ein Spinnrad, ein Wildbienen-Hotel und ein Terra-Preta-Beet. Zur Gemütlichkeit in der großen Veranstaltungsscheune trugen der von fleißigen Helfern des BUND-Kindergartens frisch gebackene Apfelkuchen, Bratäpfel und Apfelpunsch bei. Den frisch gepressten Saft durften sich die Kinder in Flaschen abfüllen lassen.

Hunderte Besucher lockte der Apfeltag auf den Landschaftspflegehof, auf dem wirtschaftlicher Naturschutz betrieben wird. Zur Erhaltung der Kulturlandschaft und des Feuchtgrünlands wird in der Biogasanlage ausschließlich Grasschnitt von Naturschutzflächen fermentiert. Außerdem hält die Familie O’Halloran, die den Hof bewirtschaftet, Rinder und Schafe zur Erzeugung von Biofleisch.

Während des Apfeltages durften die Besucher auf dem Hof auf Entdeckungsreise gehen. Überhaupt wird dort Gastfreundschaft groß geschrieben: Die Picknickwiese mit Tischen und Bänken bietet Radfahrern und Wanderern einen Anlaufpunkt zum Entspannen – ohne Voranmeldung. Wer an der Hofarbeit interessiert ist, kann auch eine Führung vereinbaren.

„In diesem Jahr sind bei uns außerdem zwei ganz neue Projekte gestartet“, berichtete Zita O’Halloran. Zu diesen war während des Apfeltags auch ausführliches Infomaterial erhältlich. Zum einen ging es um den Einsatz von „Terra Preta“, einer traditionellen und absolut umweltfreundlichen Methode, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu steigern. „Interessierte bekommen hier auch Tipps zur Nachahmung auf Balkon und im Garten“, erklärte O’Halloran.

Zum anderen fand sich zwischen den Äpfeln ein Infostand zur Lebensraum-Schaffung für Wildbienen. „Mit den richtigen Pflanzen und Nisthilfen kann man auch zu Hause viel für die Erhaltung der bedrohten Wildbienen tun“, erklärte Luisa Stemmel vom BUND-Landesverband in Hannover, während O’Halloran ergänzte: „Neben unserem Wildbienen-Hotel entsteht bei uns als nächstes Projekt ein ganzer Wildbienen-Lehrpfad, der öffentlich zugänglich sein wird.“

Während die Früchte der zehn verschiedenen Apfelsorten des Hofes auch zum Verkauf standen, stand der Syker Pomologe Henning Greve inmitten einer Auswahl seiner 80 Apfelsorten, die er in seinem Garten anbot. Von den teilweise seltenen Sorten durften die Besucher nach Lust und Laune probieren. Außerdem konnten Interessierte eigene Äpfel aus ihrem Garten mitbringen, um sie von dem Experten nach ihrer Sorte bestimmen zu lassen. Die Beurteilung erfolgte nach intensiver Auseinandersetzung mit Aussehen und Geschmack.

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