Aus Veranstaltung erwächst eine schöne Idee: Deutsche sollen die syrische Küche kennenlernen – und umgekehrt

Annäherung der Kulturen beim Sommerfest

Das regnerische Wetter trübte die gute Laune nicht. Alle Beteiligten erlebten ein schönes Sommerfest in der Begegnungsstätte. - Foto: Rottmann

Harpstedt - Von Anja Rottmann. Hätte Petrus besser mitgespielt, wären wohl noch mehr Besucher zum Sommerfest des Vereins „Schräg“ in Kooperation mit der Jugendpflege Harpstedt (JuH) und der Malteser-Jugend bei der Begegnungsstätte an der Amtsfreiheit aufgekreuzt. Die Veranstalter zeigten sich gleichwohl zufrieden: „Es hat heute leider sehr viel geregnet, aber wir haben es uns drinnen gemütlich gemacht“, sagte Annette Grummt, die Vorsitzende von „Schräg“.

Das Fest trug nicht zuletzt zur kulturellen Annäherung bei. Auch Flüchtlinge aus Syrien nahmen teil.

Den kleineren Kinder bereitete das Bällebad viel Spaß; die etwas größeren betätigten sich gern künstlerisch mit Unterstützung von Malerin Karen Buhlrich: Sie ließen viele schöne Bilder entstehen und gingen dabei mit unbändigem Tatendrang und großer Freude zu Werke. Buhlrich bedauerte, dass nur vereinzelt Kinder den Weg zum Fest gefunden hatten. „Das liegt wohl daran, dass gerade zu Beginn der Ferien viele Familien im Urlaub sind. Der Dauerregen kann natürlich auch ein Grund sein“. Die von den Maltesern angekündigte Hüpfburg konnte witterungsbedingt nicht aufgebaut werden; dafür brachten sich Maximilian Oebker und sein Kollege anderweitig ein.

Akkordeonspielerin Angela Sadowski aus Osterholz bereicherte das Fest mit schöner Musik. Ein großes Buffet mit syrischen Gerichten, Bratwurst vom Grill sowie Kaffee und Kuchen fand reichlich Zuspruch. In gemütlicher Runde erlebten die Anwesenden vier anregende Stunden mit Gesprächen und Spielen. Daraus entstand die Idee, kooperativ ein gemeinsames Kochen anzubieten. Deutsche sollen sich mit der syrischen Küche vertraut machen – und umgekehrt Syrer mit der deutschen. Ein Termin ist mit dem 15. Oktober bereits festgezurrt worden. Der Ort der Veranstaltung wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Dank eines Sponsors konnte „Schräg“ neue Flyer produzieren lassen, die nun in Umlauf gebracht werden. Unter dem Motto „Wenn etwas wieder aufblüht, dürfen sich alle daran erfreuen“ würde sich der Vorstand über weitere ehrenamtliche Helfer freuen, die etwas auf sozialer Ebene bewegen und dabei ihre Kompetenzen und Kontakte nutzen möchten.

Wer unerwartet in eine ausweglose Situation geraten ist, sich mit seinen Sorgen alleingelassen fühlt und sich nicht mehr selbst aus seiner „Schräglage“ aufrichten kann, darf sich gern an den Verein „Schräg“ wenden. „Wir wollen in vertraulichen Gesprächen gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen suchen. Dies ist ein Angebot für alle Bürger. Denen, die es in Anspruch nehmen, entstehen dadurch keinerlei Kosten“, betonte Annemarie Zobel. Ein Dankeschön ging an die Kuchenspender, die dem Fest mit zum Erfolg verholfen hatten. Eine weitere Veranstaltung dieser Art ist ins Auge gefasst und könnte eventuell im Sommer 2017 zustande kommen.

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