27 Anbieter mischen am Sonnabend beim Nachtflohmarkt mit / Es dürfen gern mehr werden

Schnäppchenjagd mit Taschenlampen

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Feilschen um Trödel aus zweiter Hand im Lichterschein: Der erste Harpstedter Nachtflohmarkt macht‘s möglich.

Harpstedt - Anja Prade liebt Flohmärkte. „Aber ich bin auch bekennende Langschläferin“, seufzt die selbständige Fotografin. Spät aus den Federn kommen und nach Trödel stöbern oder selbst welchen anbieten – das passt erfahrungsgemäß nicht so recht zusammen. Flohmärkte beginnen gern zu morgendlicher Stunde. Den Grund dafür hinterfragt eigentlich kaum jemand. Anja Prade schon. Zumal sie um das besondere Flair eines Basars in der Dunkelheit weiß. Die Stände erhellt mit Kerzen, Besucher, die mit Taschenlampen nach Trödel Ausschau halten – die Fotografin schätzt den Charme eines Nachtflohmarktes aus eigenem Erleben. „Ich bin mal in Osnabrück bei einem solchen Event dabei gewesen. Das war toll“, erinnert sich die 35-Jährige. Die Aktive Werbegemeinschaft nahm ihre Anregung, einen entsprechenden „Versuchsballon“ nun – ein paar Nummern kleiner – auch in Harpstedt steigen zu lassen, dankbar auf. Der erste Nachtflohmarkt am kommenden Sonnabend, 6. Juni, von 20 bis 24 Uhr auf dem Marktplatz des Fleckens ist in trockenen Tüchern.

Als Mitglied des Planungsausschusses der Kaufmannschaft hat sich Anja Prade um die Organisation gekümmert. Die Idee kommt offenbar an. Immerhin 27 Anbieter wollen dabei sein, und es dürfen gern noch mehr werden. Wer mit einem Stand dazustoßen möchte, kann sich unter Telefon 0170/3177515 anmelden. Gewerbliche Anbieter werden generell nicht zugelassen. Private Beschicker dürfen hingegen alles offerieren, wovon sie sich immer schon mal trennen wollten – jeglichen Krimskrams, der im Keller, auf dem Dachboden oder anderswo im Haushalt ein eher tristes Dasein fristet, die Herzen von Schnäppchenjägern aber höher schlagen lassen könnte. Jugendliche dürfen allerdings nur in Begleitung von mindestens einem Erziehungsberechtigten mit einem Stand teilnehmen.

Mit Spannung sieht Anja Prade der Premiere entgegen. Bei guter Resonanz sei eine Wiederholung nicht ausgeschlossen. Der Termin ist nach Einschätzung der Fotografin ein günstiger. „Wegen des Tulpenbaum-Blütenfestes sind voraussichtlich ohnehin viele Leute in Harpstedt unterwegs. Und so mancher hat ja vielleicht Lust darauf, auch hinterher noch etwas zu unternehmen“, hofft sie.

boh

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