Weitere Bäume, Nisthilfen und Insektenhotels

Albertushof in Groß Ippener erweitert seine Streuobstwiese

Unter fachmännischer Anleitung erfolgte die Erweiterung der Streuobstwiese auf 120 Obstbäume. - Fotos: Albertushof

Groß Ippener  - Manche Apfelbäume stehen schon 60 Jahre oder noch länger auf der idyllischen – kürzlich erweiterten – Streuobstwiese des Albertushofes, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Groß Ippener. Dort, am Stadtrand von Delmenhorst, haben Erwachsene bis über das Rentenalter hinaus ein Zuhause in sozialer Gemeinschaft. Neben betreuten Wohnplätzen hält der Albertushof eine Tagesförderstätte und eine Senioren-Tagesstätte vor. Hier erhalten beeinträchtigte Menschen Förderung sowie auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmte Arbeitsaufgaben.

Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Betroffene, die ihrerseits die Anforderungskriterien einer Werkstatt für behinderte Menschen nicht erfüllen können. „Jeder Mensch benötigt Tagesstruktur und eine sinnvolle Aufgabe“, weiß Christof Naber, stellvertretender Einrichtungsleiter und Leiter der Tagesförderstätte. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass immer mehr regionale Betriebe auf den Albertushof aufmerksam werden und leichte Tätigkeiten, etwa Verpackungsarbeiten, die Behebung von Verpackungsfehlern oder Sortierarbeiten, als Aufträge an die Tagesförderstätte vergeben. „Damit ist jedem geholfen“, freut sich Naber. „Wir helfen bei Engpässen. Die Unternehmen haben kostengünstige Lösungen. Zudem engagieren sie sich im sozialen Bereich.“

Auch Nist- und Brutkästen sowie Insektenhotels stellten die Beschäftigten der Albertushof-Tagesförderstätte auf.

Die unlängst vollzogene Erweiterung der 1954 angelegten Streuobstwiese auf dem Albertushof geht auf eine Eigeninitiative zurück: Mitarbeiter und Beschäftigte der Tagesförderstätte griffen gemeinsam beherzt zum Spaten. Unter fachmännischer Anleitung pflanzten sie 40 junge Apfelbäume sowie zwei Linden. Darüber hinaus hängten sie 20 neue Nistkästen auf und fanden geeignete Plätze für vier Insektenhotels. „Streuobstwiesen gelten als eine Kulturlandschaft. In Europa werden sie leider immer seltener“, bedauert Naber. „Darum haben wir uns auch sehr gefreut, mit unseren nunmehr 120 Obstbäumen im Streuobstwiesen-Kataster Niedersachsens verzeichnet zu sein.“ Gefördert wurde das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

„Wenn alles gut gedeiht, können wir den ersten Bio-Apfelsaft auf unserem nächsten Adventsmarkt verkaufen“, hofft Naber. 

eb/boh

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Kindergartenfest Bücken

Kindergartenfest Bücken

Meistgelesene Artikel

Tag der offenen Tür beim OOWV in Wildeshausen

Tag der offenen Tür beim OOWV in Wildeshausen

Frau verhindert durch Bremsung schweren Verkehrsunfall

Frau verhindert durch Bremsung schweren Verkehrsunfall

Polizisten im Hubschrauber mit Laserpointer geblendet

Polizisten im Hubschrauber mit Laserpointer geblendet

Kommentare