Achtmal pro Schuljahr wartet in der Grundschule Harpstedt ein gesundes Frühstück auf die Klassen

Dem Genuss geht reichlich Arbeit voraus

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Kinder können sich durchaus mit Obst und Gemüse anfreunden – vor allem, wenn die Vitaminbomben so appetitlich wie hier angerichtet sind.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Achtmal pro Schuljahr läuft den Mädchen und Jungen aus allen Klassen der Grundschule Harpstedt beim Betreten der Pausenhalle das Wasser im Mund zusammen. Dann stehen dort Obst- und Gemüseplatten sowie etliche Teller mit belegten Brötchen für sie bereit. Doch dem Genuss geht stets eifriges Wirbeln fleißiger Hände voraus. Lebensmittel einkaufen, Rohkost schnippeln, Brötchen schmieren – ganzer Einsatz ist gefordert, ehe der Ansturm auf das „gesunde Frühstück“ einsetzen kann.

Die damit verbundenen Arbeiten erledigt die pädagogische Mitarbeiterin Heidi Panning jeweils zusammen mit einer dritten oder vierten Klasse. „Das geht reih-um. Diesmal ist die 3c von Andrea Heemann an der Reihe“, berichtete sie gestern, während sich um sie herum bereits zahlreiche Kinder mit belegten Brötchen eindeckten. „Eine richtige Küche steht uns ja nicht zur Verfügung, sodass wir ein bisschen improvisieren und mit Klassenräumen vorliebnehmen müssen“, fügte sie hinzu.

Beim Schnippeln sowie Schmieren und Belegen der Brötchen packen zusätzlich immer etwa fünf Elternteile, für gewöhnlich Mütter, mit an. Aber auch die Kinder der gerade für die Aktion verantwortlichen Klasse müssen ordentlich Gas geben. „Wir sind heute um 7.15 Uhr angefangen und kurz vor 9.30 Uhr fertig geworden. Gerade noch rechtzeitig“, erzählt Heidi Panning schmunzelnd. Beim Besorgen der Lebensmittel hatte ihr Andrea Heemann geholfen. „Uns liegt schon daran, dass wir die benötigten Sachen in Harpstedt einkaufen. Bei einigen Händlern bekommen wir Prozente“, verriet Panning.

Das gesunde Frühstück, dass sie 2011 zusammen mit Lehrerin Rita Esk initiiert hatte, gibt‘s nicht zum Nulltarif. Die Preise fallen aber sehr moderat aus, zumal keine Überschüsse erwirtschaftet werden. Das Geld, das reinkommt, muss lediglich reichen, um die Kosten zu decken. „Eine belegte Brötchenhälfte gibt‘s für 50 Cent. Drei Obst- und Gemüseplatten gehen in jede Klasse. Dafür nehmen wir diesmal zwei Euro, weil auch Erdbeeren dabei sind. Das Coolste ist für die am gesunden Frühstück beteiligten Schüler natürlich das Verkaufen“, weiß Heidi Panning. Die Aktion kommt gut an. Sicher auch, weil das Frühstück nicht nur gesunde, vitaminreiche Snacks umfasst, sondern ebenso solche, die Kinder besonders schätzen. Und so finden Brötchen mit Hackepeter, Mortadella, Mettwurst, Marmelade oder auch Honig von jeher stets dankbare Abnehmer.

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