Tambourmajor Henning Schmidt kandidiert nicht wieder / Köhrener Schützen wollen Fußboden erneuern

Abschied von einem Kümmerer und Macher

Der Vorsitzende Thorsten Fischer dankt dem ausscheidenden Tambourmajor Henning Schmidt und freut sich über die wiedergewählten Kai Wesemann und Marc Müller. Heiner Hülsemeyer (v.l.) wurde für seine 50-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Fotos: Büttner

Köhren – Im neuen Vereinsjahr stehen für den Schützenverein Groß und Klein Köhren einige Veränderungen an. Das zeigte sich während der Jahreshauptversammlung, zu der sich am Samstag etwa 60 Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus einfanden. Der Vorsitzende Torsten Fischer stellte nach dem gemeinsamen Essen und seinem Jahresrückblick den Terminplan für das neue Jahr vor. Dabei verwies er insbesondere auf den zweiten Schützenfesttag am 1. Mai: „Da wir kein Kinder- und Jugendkönigshaus haben, hat sich die Familie Wittenberg bereit erklärt, unseren Schützenverein zu empfangen.“

Für 2020 hat der Vorstand zudem einen Busausflug geplant, der die Teilnehmer zur Warsteiner Brauerei führen wird. „Unsere Rundumsorglos-Reise soll am 27. Juni von 8 bis 20 Uhr stattfinden. Hierfür bitten wir bereits jetzt um Anmeldungen unter meiner Mobiltelefonnummer 0173/ 6323575“, rührte der zweite Vorsitzende Joachim Sander die Werbetrommel für die Veranstaltung. Da das Paare-Schießen mit einer zurückgehenden Teilnehmerzahl zu kämpfen hat, stellte der Vorstand die für den 20. Juni angesetzte Veranstaltung zur Diskussion. Die Mitglieder möchten den Termin aber vorerst weiterführen.

Der Vorsitzende informierte ferner darüber, dass auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses im Februar eine Buche und eine Eiche gefällt werden, da diese abgängig seien. „Aus der Eiche wird ein Bildnis in Kettensägenkunst geschaffen“, berichtete er. „Lasst euch überraschen, was es wird.“ Fischer schaute darüber hinaus bereits auf das Jahr 2021: „Unsere Damenriege feiert im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Als Vorstand werden wir dieses Jubiläum gerne unterstützen. Dafür bitten wir bis Oktober um Vorschläge aus euren Reihen.“

Turnusgemäß standen auch Wahlen auf der Tagesordnung. Der Vorstand vom Schützenverein Groß und Klein Köhren besteht aus neun Personen. Für Marc Müller lief die Amtszeit ebenso ab wie für Kai Wesemann und Henning Schmidt. Während Erstere wiedergewählt wurden, trat Letzterer nicht erneut an und ist damit nach neun Jahren aus dem Vorstand ausgeschieden. Fischer bezeichnete den ersten Tambourmajor als „Henning, der Kümmerer“, der unter anderem die Gewehre gepflegt, eingeschossen sowie stets für ausreichend Munition gesorgt hat. Gleichzeitig war „Henning der Macher“, der laut Fischer kontinuierlich zum Wohle des Vereins tätig war. „In der jüngsten Zeit hat sich Henning an den Rechner gesetzt und ein Handbuch geschrieben, das von den Medaillen bis zum Würstchenkauf alles über den Verein zusammenfasst.“ Auch wenn die Position vorerst vakant bleibt, das bis dahin noch nicht aufgenommene Mitglied Morticia Blanken hat bereits ihr Interesse angemeldet. „Wir können eine Frau als Verstärkung im Vorstand sehr gut gebrauchen“, so die stellvertretende Kassenwartin Jana Körner. Neben Morticia Blanken wurden anschließend auch Mike Blanken, Manuela Ernst, Marie Lindemann, Andrea Rohde, Fred Schumacher und Lenke Zawodny als neue Mitglieder begrüßt.

Im Dezember steht noch ein größeres Projekt an. Der Schützenverein möchte in den aus den 1980er-Jahren stammenden Boden der Schießhalle sowie den Thekenbereich investieren. „Wir wollen den Fußboden in der kleinen Halle anheben und die Schreibertische beweglich gestalten. Unsere Kostenschätzung liegt bei ungefähr 10 000 Euro. Die Gemeinde Beckeln wird 3 500 Euro dazugeben“, warf der Vorsitzende einen Blick in die Zukunft. Besonders wichtig sei, dass die Pflasterung mit dem gestalteten Gründungsjahr 1912 bleibe. „Wir werden das Pflaster auf vielfachen Wunsch erhalten und draußen zwischen den beiden Türen des Dorfgemeinschaftshauses neu verlegen“, versprach der Vereinschef seinen Mitgliedern.

Zusätzlich gebe es die Kassenlage des Vereins her, dass die ausgegebenen Bausteine wieder ausgezahlt werden. Mit den Bausteinen hatte der Verein im Jahr 2008 Geld für den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses eingesammelt. Dabei dienten die Steine als zinsloses Darlehen. „In diesem Jahr werden wir die übrigen 15 Stück à 50 Euro zurückzahlen“, so Fischer.  tbü

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