Revision nach Vergewaltigungs-Urteil erfolglos

50-jähriger Harpstedter muss in Haft

Die Große Jugendkammer des Landgerichts hat den 50-Jährigen zu 38 Monaten Haft verurteilt.
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Die Große Jugendkammer des Landgerichts hat den 50-Jährigen zu 38 Monaten Haft verurteilt.

Oldenburg/Harpstedt – Im Missbrauchs-Prozess gegen einen heute 50-Jährigen aus der Samtgemeinde Harpstedt, der einen damals 15-Jährigen vergewaltigt hat, ist das letzte Urteil gesprochen.

Wie berichtet, hatte die Große Jugendkammer des Landgerichts Oldenburg am 20. Januar das Urteil des Jugendschöffengerichtes aus dem Juli 2020 in Wildeshausen bestätigt und sogar im Tenor noch verschärft. Dagegen hatte der Harpstedter jedoch durch seinen Rechtsvertreter die Revision beantragt.

Wie Thiemo Reinecke, Pressesprecher des Oldenburger Landgerichts, bestätigte, ist das Urteil aber seit dem 28. Juli rechtskräftig, nachdem das Oberlandesgericht in Oldenburg keine Rechts- oder Verfahrensfehler gefunden hatte. Damit muss der Verurteilte nun zeitnah für drei Jahre und zwei Monate in Haft. So hatte bereits das Urteil des Amtsgerichtes gelautet, die Große Jugendkammer hatte aber das Urteil so verschärft, dass der Angeklagte nicht nur wegen sexueller Nötigung in zwei Fällen sondern auch wegen der Vergewaltigung schuldig gesprochen wurde.

Jugendlichen für Aushilfsjob angeheuert und missbraucht

Das damals 15-jährige Opfer hatte sich auf eine Stellenausschreibung des Mannes im Internet gemeldet. Schon am ersten Arbeitstag am 29. August 2019 soll es im Kleinlaster des Verurteilten zu ersten sexuellen Übergriffen gekommen sein. Nach der Fahrt hat es der Beweisaufnahme zufolge im Haus des Harpstedters die Vergewaltigung des Jungen gegeben. In seinem Intimbereich fanden sich DNA-Spuren von dem Angeklagten. Dass die durch ein gemeinsam benutztes Handtuch dort hingekommen sein sollten, glaubte das Gericht nicht. Dann sollte der Junge nach Ansicht der Verteidigung freiwillig mitgemacht haben. Er habe auch Drogen konsumiert, die Vorwürfe seien ihm eingeredet worden, der 15-Jährige lüge, so der Vorwurf.

Die Kammer wies diese Verächtlichmachungen des Jungen ebenfalls klar zurück. Der 15-Jährige habe noch am Abend der Tat seinen Eltern von dem Geschehen berichtet, eine Beeinflussung durch Dritte sei gar nicht möglich gewesen. Der Junge habe auch nicht freiwillig mitgemacht, hieß es von der Richterin. Er habe zudem stets konstant ausgesagt.

Dagegen hätte ein angeblicher Entlastungszeuge des Angeklagten gelogen, dass sich die Balken biegen, so die Richterin. Der Mann hatte zunächst ausgesagt, zum Tatzeitpunkt nicht im Haus des Angeklagten gewesen zu sein. Später hatte er aber dann das Gegenteil behauptet.

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