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400.000 Euro für ein neues Einsatzfahrzeug?

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Von: Jürgen Bohlken

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Die Preise für neue Feuerwehrfahrzeuge steigen ins Uferlose. Den Kommunen fällt es immer schwerer, nötige Ersatzbeschaffungen in ihren Haushalten darzustellen.
Die Preise für neue Feuerwehrfahrzeuge steigen ins Uferlose. Den Kommunen fällt es immer schwerer, nötige Ersatzbeschaffungen in ihren Haushalten darzustellen. © Symbolfoto: Feuerwehr Wildeshausen

Harpstedt – Wie viel Feuerwehr können sich Kommunen bald noch leisten? Die Frage hat ihre Berechtigung. Die Preise für Einsatzfahrzeuge bewegen sich rasant nach oben. Sollte die Samtgemeinde Harpstedt für den abgängigen „Tanker“ der Feuerwehr Harpstedt als Ersatz ein Löschgruppenfahrzeug (LF 20) anschaffen, müsste sie dafür rund 400.000 Euro veranschlagen.

Schäden am Aufbau, Rostbefall an tragenden Elementen und technische Mängel machen eine Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Harpstedt nötig. Das lässt sich der verwaltungsseitigen Beschlussvorlage für den Feuerschutz- und Rettungswesenausschuss entnehmen, der am Donnerstag, 3. März, ab 19.45 Uhr im Koems-Saal in Harpstedt tagt (im Anschluss an den Sozialausschuss).

Das TLF ist von 30 Jahren Betriebsdauer noch recht weit entfernt; die Erstzulassung datiert vom Februar 2001. Der Leiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale empfiehlt, den Auftrag für die Ersatzbeschaffung noch 2022 zu vergeben; das neue Fahrzeug stünde dann im kommenden oder aber im übernächsten Jahr zur Verfügung.

Die Ersatzbeschaffung innerhalb eines Zeitraums von drei bis fünf Jahren hatte noch der frühere Ortsbrandmeister Eric Hormann beantragt, und zwar am 22. September 2019. Sein Nachfolger Thomas Heuermann und Gemeindebrandmeister Nico Sparkuhl raten zum Kauf eines LF 20. Ein Löschgruppenfahrzeug als TLF-Ersatz wäre für eine Gruppenbesatzung ausgelegt und kann mit Löschwassertank und Schlauchmaterial ausgestattet werden. Der Tank sollte nach Ansicht der Brandschützer mindestens 3.000 Liter fassen.

Die Fahrzeugkosten dürften den Feuerschutzausschuss schlucken lassen: Sie sind mit 400 .000 Euro veranschlagt. Erklärt wird das auch mit extremen Preisanstiegen in den vergangenen Monaten.  

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