Unerwartete Schlüsselzuweisungen

200.000 Euro mehr im Harpstedter Haushalt

Harpstedt - Von Alina Pleuß. Der Vorschlag des Bürgermeisters Herwig Wöbse, die Samtgemeindeumlage Harpstedts um 250.000 Euro auf sechs Millionen zu erhöhen (wir berichteten), ist vom Tisch. Grund dafür sind unerwartete, zusätzliche Schlüsselzuweisungen. Die Samtgemeinde Harpstedt erhält 308.000 Euro mehr.

„Das ist natürlich sehr erfreulich“, so Wöbse auf Nachfrage. Die freudige Botschaft habe er erst einen Tag vor der nichtöffentlichen Sitzung des Samtgemeindeausschusses am vergangenen Donnerstag erhalten und dort bekanntgegeben. Nach Abzug der anfallenden Kreisumlage bleibt von der Summe letztendlich eine Ergebnisverbesserung von 202.600 Euro über. „Dementsprechend sinkt die geplante Kreditaufnahme auf 754.100 Euro“, so Wöbse. 

Er habe seinen Vorschlag zur Erhöhung der Samtgemeindeumlage, der von den meisten Gemeindebürgermeistern skeptisch gesehen wurde, daher im Ausschuss nicht erneut vorgetragen. „In der Summe erhalten wir nun fast das, was uns durch eine Erhöhung der Umlage zur Verfügung gestanden hätte. Damit hat sich der Vorschlag, in der kommenden Zeit nicht ganz so eng zu planen, auf anderen Wegen ergeben.“ Die Schlüsselzuweisungen seien ursprünglich wesentlich geringer eingeplant worden.

Gespräch über Feuerwehrstruktur

In einem weiteren Beschluss lehnte der Samtgemeindeausschuss lehnte die Erhöhung der im Haushalt einkalkulierten Kosten für die Feuerwehrbekleidung im Samtgemeindeausschuss ab: Die vom Fachausschuss für Feuerwehr- und Rettungswesen Anfang November empfohlene Änderung, den Haushaltsansatz um 36.900 Euro zu erhöhen, wurde damit nicht bestätigt. „Der ursprüngliche Haushaltsansatz wurde im Vergleich zum Vorjahr bereits um 40.000 Euro erhöht“, erklärte Wöbse. 

Entsprechend des Bedarfs und den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln sollen die Feuerwehrüberjacken und -hosen wie bisher ersatzbeschafft werden. Außerdem wird ein interfraktionelles Gespräch zur Feuerwehrstruktur in der Samtgemeinde Harpstedt im ersten Quartal des nächsten Jahres angestrebt. „Wir wollen uns mehr mit dem Thema Feuerwehrstruktur beschäftigen: Was wird benötigt und wie sinnvoll ist das?“, betonte Wöbse.

Eine Bedingung stellte das Gremium der Gemeinde Colnrade beim Thema Neubau des Feuerwehrhauses: Der Samtgemeindeausschuss folgte zwar dem Votum des Fachausschusses und stellte 100.000 Euro als Planungskosten sowie weitere 150.000 Euro als Verpflichtigungsermächtigung für 2019 ein. Diese Beträge werden jedoch nur zur Verfügung gestellt, wenn die Gemeinde kostenlos eine geeignete Fläche dazu beiträgt. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Raumbedarf für notwendige Funktionsräume mit drei Fahrzeug-Stellplätzen zu ermitteln.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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