Materialproben jetzt im Labor

Hallenbad bis zum Herbst dicht

Schwimmmeister Maik Utecht zeigt, wo am Beckenrand gebohrt wurde.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Wer darauf gehofft hat, dass das Wildeshauser Kurbad noch in dieser Wintersaison den Betrieb wieder aufnehmen kann, der sollte diese Hoffnung jetzt begraben. Da die Ergebnisse der Betonbohrungen erst Ende Februar/Anfang März von der Verwaltung zusammen mit dem Fachbüro Bellmer aus Bremen erörtert werden, ist eine Öffnung in Kürze ausgeschlossen.

Sollten die Materialproben ergeben, dass das Bad ohne aufwändige Sanierung weiter betrieben werden kann, müssten immer noch diverse Arbeiten ausgeführt werden, die abermals vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen. Dann aber könnte schon das Freibad geöffnet werden.

In der vergangenen Woche wurden die Bohrungen an vielen Stellen des Kurbades vorgenommen. Sowohl im Kellerraum als auch im Sanitärbereich und an der Beckenumrandung wurde gebohrt. Geklärt werden muss, wie marode der Beton und wie tragfähig die gesamte Konstruktion ist. Dabei müsse, so Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Bau der Verwaltung, genau das Zusammenspiel von Beton und Stahlträgern geprüft werden. Die Betonproben werden in einer Materialprüfungsanstalt untersucht. Dabei geht es um Erkenntnisse, wie weit sich der Rost bereits gefressen hat und wie hoch der Chloridgehalt ist. Sollte alles nicht so schlimm sein, wie befürchtet, könnten die angebohrten Stellen schnell wieder mit Spezialmaterial geschlossen werden.

Ganz so eilig müssen es die Prüfer dann aber nicht mehr haben, denn die Öffnung wäre erst im Herbst erforderlich. Das aber auch nur, wenn die Stadt nicht mehr zu viel Geld in das marode Bad stecken muss. Andernfalls müsste das Bad geschlossen bleiben, weil der kommunale Versicherer keinen Versicherungsschutz bieten wird.

Die Bediensteten das Bades beschäftigen sich unterdessen mit anderen Tätigkeiten. Die drei Auszubildenden wurden an andere Bäder, zum Beispiel in Bremen, abgegeben, damit sie dort weiter lernen können. Eine Angestellte arbeitet jetzt im Stadthaus in der Verwaltung. Die weiteren drei Angestellten erstellen ein Betriebshandbuch für die Arbeit im Kurbad. Ihren richtigen Job werden sie erst wieder mit der Freibad-Öffnung verrichten.

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