Wildeshauser schreibt zweites Buch

Mit Hahn visuell durch Geschichte

Peter Hahn wird schon bald sein Manuskript in die Erfassung geben.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· 290 handbeschriebene DIN-A4-Seiten liegen auf dem Wohnzimmertisch des Wildeshausers Peter Hahn. Einige davon hält Ehefrau Erika in den Händen, um sie Korrektur zu lesen: Es ist so gut wie fertig, das Manuskript für Hahns zweites Buch. Unter dem Titel „Wildeshausen zwischen Geest, Heide und Moor“ soll es mit rund 250 Seiten im November erscheinen.

Ein Blick aufs Manuskript zeigt, dass Hahn einmal mehr all sein Herzblut in jede einzelne Zeile gelegt hat – er nimmt die Leser mit auf eine visuelle Reise durch die Stadt. Dabei befasst sich der erste Teil, der etwa ein Viertel des Buches einnimmt, mit der Geschichte zur Entstehung der Landschaft Wildeshausens – von der Geestlandschaft bis heute. Dieser Teil endet mit dem Landschaftsbild der Gegenwart.

Bis dahin aber hat Hahn alles aufgegriffen, was den Leser in irgendeiner Form interessiert – taucht ein in die Eiszeiten, die die Landschaften formten, besucht die Megalithbauern in der Jungsteinzeit und spricht von Heide und der Heidebauernkultur, um nur einige Stationen zu nennen. Beeindruckend auch an diesem Buch ist, dass der Autor alles greifbar formuliert und dadurch alle Altersgruppen anspricht. Eben so, wie Hahn als Gästeführer bestens bekannt ist. „Ich habe Spaß daran, mich mit Geschichte und Natur zu befassen. Das war auch der Grund für das zweite Buch“, betont Hahn. Er möchte das Wissen, das er sich erarbeitet hat, an andere weitergeben: „Aus diesem Grund ist das Buch, wie auch das erste, keine wissenschaftliche Niederschrift, sondern als Plauderei geschrieben.“

Mit „Erlebenswerte Landschaft um Wildeshausen“ ist der zweite Teil des Buches überschrieben. Auf keinen Fall sieht der Autor diese Kapitel als Wanderbuch, obwohl ihm die verschiedenen Wanderwege den Anreiz gegeben haben, in die Geschichte der Stadt einzutauchen. Als Beispiel sei hier die Burgwiese genannt, auf der vier der Wildeshauser Wanderwege beginnen. Und genau diesen Standort hat Hahn als ersten Punkt ausgewählt, um über Ehrenmal, Hunte, Abbruchkante und Flora am Wegesrand zu berichten: „Wer sich einmal auf der Burgwiese um die eigen Achse dreht, der kann schon sehr viel erfahren“, betont Hahn. Von der Burgwiese geht es weiter in Richtung Rövekamp. . .

Wer Hahn kennt, der weiß, dass er selbst ein trockenes Thema noch personifizieren kann. So taucht dann plötzlich „Onno“, der Schmied einer Siedlungsgruppe, in den Erzählungen auf. Er schmilzt Kupfer zur Schmuckherstellung in einem Tiegel. Dann kommt plötzlich ein Spanier ins Spiel, der „Onno“ Zinno (Zinn) verkauft und mit dem nordischen Gold (Bernstein) entlohnt wird. Als „Onno“ etwas Zinno in den Tiegel gibt, erhält er ein gold-gelbes Metall. „Ja, sagt Hahn, „so wurde vor etwa 4 000 Jahren eben Bronze entdeckt. Wenn auch nicht in Wildeshausen, so hat diese Legierung auch hier bald Einzug gehalten.“

Wie nebenbei erfahren die Leser, dass die höchste Erhebung in der Kreisstadt, wenn auch künstlich, die ehemalige Mülldeponie in Bargloy mit 59,5 Metern über Normalnull ist. Die höchste natürliche Erhebung befindet sich mit 56 Metern in Hesterhöge an der Kreisgrenze.

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