Pastor Holger Kintzinger feiert Jubiläen und ermuntert seine Gemeinde

„Haben große Ressourcen für Gestaltung der Zukunft“

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Die Kinder hatten viel Spaß auf der Hüpfburg und mit Speiseeis. Pastor Holger Kintzinger setzte sich für das Foto zu ihnen.

Wildeshausen - Es war richtig ein kleines Gemeindefest, das die Wildeshauser und Ahlhorner Katholiken am Sonntag rund um das Pfarrhaus in Wildeshausen feierten.

Der Grund: Pastor Holger Kintzinger war vor wenigen Tagen 50 Jahre alt geworden, andererseits wurde er vor knapp 20 Jahren, am 30. Mai 1993, zum Priester geweiht. Deshalb lud er Freunde und Bekannte ein, sorgte für Verpflegung und eine Hüpfburg für die Kinder.

„Ich habe so viele Hände geschüttelt und noch kein Bier zu Ende getrunken“, sagte der Pastor am Mittag, nachdem das Fest schon einige Stunden in voller Fahrt war und viele ihm gratulieren wollten.

Im Gottesdienst stellte Kintzinger aber nicht seine persönlichen Jubiläen in den Vordergrund. „Am 20. April hatten wir das fünfjährige Bestehen der neuen Kirchengemeinde“, betonte er vor den Gläubigen. Das sei für die Gemeinde viel wichtiger als seine persönlichen Jahrestage.

Nicht immer war es in den vergangenen Jahren leicht, die Gemeinschaft zwischen den Christen in Ahlhorn und Wildeshausen zu leben. Es dürfte sogar in den kommenden Monaten noch viel schwieriger werden, da Pastor Heinz Werner Bittner bald in den Ruhestand gehen und die neue Gottesdienstordnung eingeführt wird. „Wir werden mehr organisieren müssen“, so Kintzinger. Zudem könne nicht zu jedem ökumenischen Gottesdienst oder anderen Veranstaltungen der Pastor kommen. „Manchmal ist es sicherlich dann ein Vertreter des Seelsorgerates.“

Doch Kintzinger ist zufrieden mit der Situation und optimistisch für die Zukunft. „Wir dürfen nicht immer auf die Defizite sehen“, sagt er. „Es läuft zunehmend besser in der neuen Gemeinde. Wir haben große Ressourcen, aus denen wir die Zukunft gestalten können.“

Die Gemeinde habe etwa 400 Ehrenamtliche. „Das ist ein enormer Reichtum“, meint der Pastor, der mit Petrus der Ansicht ist, dass die „Gemeinde sich auf lebendigen Steinen aufbaut“ und nicht auf materiellen Gütern.

Am Sonntag war die Gemeinschaft in aller Deutlichkeit zu erkennen. Gäste aus Ahlhorn und Wildeshausen feierten zusammen. Der Pastor hatte darum gebeten, keine Geschenke zu machen, sondern eine Spende für die Ausgabestelle der „Tafel“ in Ahlhorn zu machen. Maria Wübbeler, Vorsitzende des Seelsorgerates, schenkte Kinzinger dennoch ein etwa 1,50 Meter hohes Tannenbäumchen.

„Ich habe wohl mal gesagt, dass der Tannenbaum vor der Ahlhorner Kirche gerade zur Weihnachtszeit sehr schön aussieht“, so Kintzinger schmunzelnd. Nun könne die Tanne vor das Pfarrhaus in Wildeshausen gepflanzt werden und bald ebenso schön aussehen, wie die in Ahlhorn. · dr

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