Bürgermeisterkandidatin Sabine de Buhr-Deichsel spricht vor 140 Besuchern

„Haben die Chance, einen Teamplayer zu bekommen“

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Sabine de Buhr-Deichsel (Mitte) konnte am Dienstagabend 140 Zuhörer begrüßen. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerImmer wieder mussten Stühle geholt werden, mit einem solchen Andrang hatte niemand gerechnet: 140 Gäste fanden sich am Dienstagabend im Restaurant Wolters ein, wo sich die Bürgermeisterkandidatin Sabine de Buhr-Deichsel erstmals der breiten Öffentlichkeit vorstellte.

Und immer wieder machte sie deutlich, dass ihr die Zukunft der Kreisstadt mit allen Bereichen sehr am Herzen liegt: „Wir brauchen viel mehr Transparenz.“

Begrüßt wurde sie von Thomas Harms, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins: „Die Parteien SPD, CDU, Grüne, FDP und Linke sind überzeugt, dass Sabine de Buhr-Deichsel unsere Stadt wieder nach vorne bringen kann. Wir haben jetzt die große Chance, einen echten Teamplayer als Bürgermeisterin zu bekommen.“

Wenn es sich mit den Fragen der Zuhörer auch in Grenzen hielt, so machte de Buhr-Deichsel immer wieder deutlich, dass es nötig sei, frischen Wind in die Verwaltung zu bringen und ein enges Miteinander zwischen dieser und den Parteien zu pflegen: „Ich habe im Rat auch nur eine Stimme, darum ist eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig, wenn wir etwas erreichen wollen. Denn das geht nur gemeinsam.“

Auf die Frage, wie sie denn wohl für eine vernünftige Zusammenarbeit sorgen wolle, da diese derzeit ja nicht bestehe, meinte die Kandidatin, dass es zwar nicht immer leicht sei, aber es viele Möglichkeiten gebe, zum Ergebnis zu kommen. Und genau das sei am Ende sehr wichtig: „Da aber fast alle Parteien signalisiert haben, dass ich kommen soll, bin ich sehr zuversichtlich.“

Schnell wurde deutlich, dass ihr Transparenz und Bürgerbeteiligung sehr am Herzen liegen: „Darum kann es für Rat und Verwaltung von großem Nutzen sein, bei der Entscheidungsfindung auf die Erfahrung und das Wissen der Bürger zurückzugreifen, diese einzubinden, um Fehlentscheidungen zu vermeiden.“

Überaus wichtig für die Wittekindstadt ist die Wirtschaftsförderung, die nach Meinung von Kritikern derzeit wesentlich zu kurz kommt. Hier wollte Manfred Rebensburg (Grüne) wissen, welche lukrativen Unternehmen die Kandidatin wie nach Wildeshausen holen will. Hierzu stellte de Buhr-Deichsel klar, dass gerade die Wirtschaftsförderung Chefsache sein müsse.

„Dabei geht es um viele Arbeitsplätze und die Investorensuche. Also würde ich mich auch selbst darum kümmern“, betonte die Kandidatin. Zudem sei die Einrichtung einer Servicestelle „Wirtschaft“ sehr wichtig: „Unsere Stadt Wildeshausen muss zum Ausbau und zur Sicherung ihrer Stellung als Kreisstadt und Wirtschaftsstandort verstärkt die interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden suchen.“ Das sei zum Beispiel wichtig für die Schaffung eines interkommunalen Gewerbegebietes.

„Auch die durch das Netzwerk der Metropolregion Bremen-Oldenburg gegebenen Möglichkeiten müssen intensiv für die eigene Entwicklung genutzt werden“, sagte de Buhr-Deichsel. Neue Stadtquartiere mit interessanten Wohnformen und Angeboten im kulturellen und künstlerischen Bereich trügen ebenfalls dazu bei, die Stadt sowohl für die Bürger als auch für Außenstehende als Lebensmittelpunkt zu bestätigen beziehungsweise interessant zu machen. Dabei klammerte de Buhr-Deichsel nicht aus, dass unbedingt auch dem starken Bedarf an kleineren und bezahlbaren Wohnungen Rechnung getragen werden müsse.

Als weiteren wichtigen Punkt nannte sie die Entschuldung der Stadt, die unabdingbar sei: „Diese muss nach Abschluss der anstehenden und bereits begonnenen Investitionsmaßnahmen wie Pagenmarschsanierung, Schwimmbadbau und Feuerwehrhaus sowie einiger großer Sanierungsmaßnahmen oberste Priorität haben. Denn nur solide Finanzen eröffnen uns Handlungsspielräume für die zukünftige Gestaltung unserer Stadt.“

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