Internet-Leitungen vor Ausbau bis 2012

„An guter Versorgung schon dicht dran“

Landkreis - (ck) · Schon vor der „Breitband-Offensive“ stand es um schnelle Internetleitungen im Landkreis Oldenburg gar nicht so schlecht.

„Bereits jetzt sind von den 58 000 Haushalten auf Kreisgebiet etwa 30 000 recht gut angebunden“, berichtete Hans-Werner Aschoff gestern Nachmittag im Struktur- und Wirtschaftsausschuss. Durch die Berücksichtigung im ersten Durchgang des Wettbewerbs „Mehr Breitband fürs Land“ schätzt der Wirtschaftsförderer des Landkreises nun, weitere 10 000 Haushalte mit „Datenautobahnen“ von mindestens 2 000 Bits pro Sekunde ausstatten zu können. „Dann wären wir an einer flächendeckenden Versorgung schon ziemlich dicht dran.“

Bekanntlich hatte das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium den Landkreis Oldenburg in die erste Stufe des Förderprogramms für verbesserte Internet-Bedingungen in der Fläche aufgenommen. Eine Million Euro darf er dafür investieren – 85 Prozent kommen aus Hannover, den Rest soll die Kreiskasse bereitstellen. Bis Ende 2011 müssen die Arbeiten zum Abschluss kommen – dann endet die Frist des Konjunkturpakets II. „Ein attraktives Angebot zum Ausbau der Breitbandversorgung hat EWE-Tel unterbreitet“, schilderte Aschoff. Demnach plane das Unternehmen aus Oldenburg, die bisherigen Kupferleitungen zu den „Kabelverzweigern“ (KVZ) durch Glasfaser-Stränge auszutauschen. Der restliche Weg von den KVZs in die Häuser der Nutzer führe zwar wieder über Kupferleitungen, aber angesichts der Tatsache, dass zu Beginn der Verzweigung Kapazitäten von 25 000 Bits pro Sekunde zur Verfügung stünden, „kommt zu Hause noch einiges mehr an Leistung an“.

Nun muss dieses Angebot noch ein eingeschränktes Ausschreibungsverfahren durchlaufen. So will es die Europäische Union, weil sie in dem Wettbewerb ein Instrument der Subventionierung sah. Daran dürfen sich aber nur diejenigen Provider beteiligen, die schon bisher ihr Interesse bekundet hatten. „Und ich bin davon überzeugt, dass auch hier EWE-Tel die besten Konditionen unterbreitet“, erklärte Aschoff.

Davon unabhängig, kündigte er auch für die zweite Runde des Wettbewerbs eine Teilnahme an. Zwar stünden insgesamt für landesweit 25 Kreise und kreisfreie Städte „nur“ 25 Millionen Euro bereit, „aber in der ersten Runde kamen von 16 Einsendungen nur zwölf Kommunen zum Zuge. Ob wir im Feld der zunächst ausgeschiedenen und bisher noch nicht gestarteten Konkurrenten Chancen haben, kann ich nicht abschätzen.“ Auf jeden Fall habe die „Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg“ alle erforderlichen Vorbereitungen getroffen – auch dank der guten Kommunikation mit den Gemeinden, die innerhalb von nur zwei Wochen Prioritätenlisten hinsichtlich einer Breitband-Unterversorgung erstellt und ans Kreishaus geschickt hätten.

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