Ausstellungseröffnung im „Kultur und Kunsthaus“

Grüne Farbe als roter Faden

Unthaltsam und kurzweilig führte Hannah Janssen (links) in die Gemeinschaftsausstellung im „Kunst und Kulturhaus“ von Anne Hollmann (rechts) ein.

Doetlingen - Ostrittrum (hen) · „Alles im grünen Bereich“ war am Freitagabend im „Kultur und Kunsthaus“ auf dem Hof Hollmann in Ostrittrum. Sieben Künstler aus Dötlingen, Oldenburg, Stuhr und Dingstede sowie die Gastgeberin Anne Hollmann aus Ostrittrum hatten in ihrer ersten Gemeinschaftsausstellung ihre Arbeiten der Farbe Grün gewidmet, die sich als roter Faden durch den Abend zog: Sogar der Begrüßungssekt kam mit Waldmeistergeschmack in grünem Gewand daher.

Da die vielfältige Farbe Grün zu den fröhlichsten ihrer Art gezählt wird und unter anderem die Natur, den Frühling, das Glück, die Fruchtbarkeit oder auch die Hoffnung und Freude symbolisiert, stand sie im Rahmen der Vernissage für die Lebendigkeit der Kunst. Und so, wie der Farbe Grün auch nachgesagt wird, dass sie Freunde näher zu einander bringen soll, brachten die Künstler sich und die grüne Vielfalt ihrer Werke den gefühlten 100 Kunstliebhabern und Schaulustigen näher.

„Grün steht für den Beginn einer neuen Zeit, voller Naivität und Hoffnung. So, wie der Frühling oder eine grüne Hochzeit“, betonte Hannah Janssen aus Oldenburg im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Wohltuend, unterhaltsam und kurzweilig verstand sie es, keinen der anwesenden Künstler besonders hervorzuheben, sondern ihre Arbeiten in den Mittelpunkt zu rücken. Entstanden sei eine Vielfalt, die mit den verarbeiteten Emotionen und den gemachten Erfahrungen der Künstler sowohl fröhlich als auch nachdenklich daherkomme.

So, wie bei Gertje Kollmann aus Dingstede, die Fotografien in grüne Götterspeise eingelegt hatte. Dabei nahm sie unter anderem aktuell Bezug auf die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche: „Bewusst habe ich positiv behaftete Symbole gewählt und frage den Betrachter ob innerhalb der Kirche wirklich alles im grünen Bereich ist. Dabei kommt auch der Bezeichnung ‚Götterspeise‘ eine doppeldeutige Bedeutung zu und lässt Raum für unterschiedliche Interpretationen“, erzählte die Künstlerin. Leider seien ihre Arbeiten zeitlich begrenzt, denn aufgrund der Haltbarkeit des Materials müsse sie ihre Exponate bereits nach etwa drei Tagen in den Ausguss kippen.

Mit fantasievollen Exponaten aus Materialien wie Papiermaché, Marmor, Speckstein, Serpentin und Dolomit sowie farbgewaltigen Digitaldrucken und filigranen Zeichnungen wurde die Ausstellung harmonisch komplettiert. Thematisiert wurden dabei unter anderem nicht nur der Krieg in Afghanistan oder die Klimaveränderung. Nach dem langen Winter wurde auch der Sehnsucht nach dem Frühling künstlerisch Ausdruck verliehen.

Auch die klingende Kunst kam nicht zu kurz: Der Dötlinger Komponist Günter Berger ließ am E-Piano Improvisationen zum Thema „Grün“ erklingen. Dabei durfte auch das Volkslied „Grün, grün sind alle meine Kleider“ nicht fehlen. Mal ließ er den Klassiker als fröhliches Kinderlied, dann wieder als Orgelwerk erklingen, und hatte damit die spontanen Lacher auf seiner Seite.

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