Brunkhorst bewertet Wahlkampf als professioneller / Kaiser klagt über „hundsmiserable Art“

Grotelüschen heute schon auf Weg nach Berlin

Landkreis - (ck) n Heute startet für Astrid Grotelüschen das „Abenteuer Berlin“ – mit vielen Herausforderungen in der Bundespolitik in dieser von Krisen geschüttelten Zeit, aber auch mit zunächst ganz elementaren Problemchen: Denn die am Sonntag frisch gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete aus Ahlhorn hütete sich im Vorfeld, irgendwelche Vorbereitungen wie die Erkundung des Regierungsviertels oder gar Wohnungssuche zu treffen.

Denn auch die Christdemokratin hatte geahnt, dass der Zweikampf gegen Holger Ortel (SPD) „sehr, sehr knapp wird“. Rechnen konnte sie nicht mit dem Coup eines CDU-Triumphs bis hinein in die Wesermarsch nach mehr als 40 Jahren. „Aber mein Bauchgefühl während des Wahlkampfs sagte mir, dass ich die Menschen erreichen konnte.“

Nun also fährt sie in die Bundeshauptstadt – zusammen mit ihrem erfahrenen Parteikollegen Thomas Kossendey aus Bad Zwischenahn, der seit 22 Jahren den Landkreis Ammerland im Bundestag vertritt. „Für den Start hilft es natürlich, in dieser Begleitung unterwegs zur Fraktion zu sein“, berichtet Grotelüschen schmunzelnd. Die Sitzung der Union beginnt heute um 15 Uhr.

Angelika Brunkhorst (FDP) als weitere Frau aus dem Landkreis in der neuen Berliner Koalition kennt sich an der Spree bereits bestens aus. Seit drei Jahren arbeitet sie im Bundestag mit. Am Sonntag atmete sie nach einem „sehr langen und mit hoher Schlagzahl geführten Wahlkampf“ tief durch, beurteilte eben dieses Werben um Wählerstimmen als von der Parteispitze „deutlich besser und professioneller geführt“ als noch vor vier Jahren.

Persönlich positiv überrascht auf die auf sie entfallenen 542 Erststimmen reagierte Brigitte Ottilie Kaiser von der Rentnerinnen- und Rentner-Partei (RRP). Das gemeinsam ausgegebene Ziel, bundesweit auf mindestens 0,5 Prozent zu kommen, verfehlte die RRP jedoch. Das wäre Kaiser wichtig gewesen, „denn diesen Wahlkampf mussten wir komplett aus eigener Tasche bezahlen. So reichte es nur zu 250 Werbeplakaten und einigen Flyern im ganzen Landkreis.“

Als ebenfalls ungerecht empfand sie die Kandidaten-Auswahl der Organisatoren von Podiumsdiskussionen: „Ich bin zu einer einzigen Runde eingeladen worden“, klagte die Wildeshauserin. Die „hundsmiserable Art“ im Umgang mit kleinen Parteien wertete sie als die „betrüblichste Erkenntnis des ganzen Wahlkampfs überhaupt“.

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